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Drei Frauen über das Kopftuch : „Das heißt Unterworfene, oder?“

Durre Ajam Hübsch, Fatma Keser und Shafi Khan (v.l.n.r.) im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt Bild: Helmut Fricke

Das Kopftuch: Die, die eins tragen, wollen nicht andauernd darüber reden. Die anderen aber schon. Mit drei Frauen in einer Ausstellung über muslimische Mode.

          7 Min.

          Wie ist es, mit drei Frauen muslimischer Herkunft über das Kopftuch zu reden? Zwei von ihnen tragen eins; die dritte nicht. Wir sind verabredet zu einem entspannten Besuch der Frankfurter Ausstellung über muslimische Mode. Aber von wegen entspannt: Auf der Kopftuch-Konferenz an der Frankfurter Uni hat es am Vortag ganz schön gekracht. Die Zeichen stehen auf Kampf. Und wir zwischen den Fronten, plaudernd im Museum. Das kann ja was werden.

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Kopftuch-Konferenz war schon vergiftet, bevor sie überhaupt angefangen hatte. Ein paar Studenten hatten die Professorin Susanne Schröter beschimpft und bedroht. Sie warfen ihr vor, mit ihrer Konferenz Muslimfeinden eine Plattform zu bieten. Eine Instagram-Seite mit dem Namen „Schröter raus“ hatte bald 400 Abonnenten. Keine gigantische Zahl, aber genug für eine Menge Wirbel: Es gab Solidaritätbekundungen, Stellungnahmen und viel zu viele Anmeldungen für den kleinen Saal. Reporter und Polizisten kamen. Draußen hielt ein Dutzend Studis Pappschilder in den Nieselregen.

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