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Was Virologen vorschlagen : Mit Corona leben – oder das Virus ausrotten?

Ein Virus, das man von vielen Seiten betrachten kann: 3D-Abbildung eines Sars-CoV-2-Erregers Bild: Peter Mindek/Nanographics/apa/dpa

Seit einem Jahr lauscht das Land den Virologen. Die einen heben hervor, man müsse mit dem Virus leben. Die anderen fordern, es auszurotten. In einer Botschaft sind sich die beiden Schulen der Pandemie-Bekämpfung inzwischen einig.

          9 Min.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte am 15. Dezember vergangenen Jahres die Vielzahl der Corona-Konzepte auf eine einfache Formel. Es gebe zwei „Schulen“ der Pandemie-Bekämpfung, sagte sie in einer Videokonferenz vor Studenten. Die eine wolle vulnerable Gruppen so gut schützen und „wegsperren“, dass der Rest der Gesellschaft möglichst ungestört leben könne; die andere wolle alles tun, um die Infektionszahlen zu senken, und natürlich auch die vulnerablen Gruppen schützen, aber ohne Isolation.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Es ist gut möglich, dass diese Gegenüberstellung auf Merkels persönlichen Erfahrungen nach knapp einem Krisenjahr beruhte. Gut möglich aber auch, dass sie auf zwei Denkschriften zurückgeht, die kurz zuvor, im Oktober 2020, die wissenschaftliche und politische Corona-Welt beschäftigt hatten und zu Orientierungsmarken wurden: die „Great Barrington Erklärung“ und, als Antwort darauf, das „John Snow Memorandum“.

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