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Mutationen und sinkende Zahlen : Einreiseverbote oder Corona-Lockerungspläne?

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Friseursalon in Bad Homburg: „Wie soll es weitergehen?“ fragen sich angesichts der coronabedingten Schließung auch noch viele andere Geschäfte. Bild: dpa

Angesichts sinkender Infektionszahlen sprechen manche Länder über mögliche Lockerungen. Die Bundesregierung denkt dagegen über Einreiseverbote aus Ländern mit dem mutierten Virus nach. Keine Entspannung beim Impfstoff in Sicht.

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          Die Bundesregierung plant Einreiseverbote aus Ländern mit Corona-Mutationen. Außerdem ist der Streit der Europäischen Union mit dem Impfstoffhersteller Astra-Zeneca noch ungelöst. Somit bleibt der begehrte Impfstoff gegen das Coronavirus in Deutschland erst einmal weiter knapp. Angesichts zurückgehender Infektionszahlen wird auch weiter über mögliche Lockerungen des Corona-Lockdowns diskutiert. Mehrere Ministerpräsidenten forderten dafür einheitliche Regeln – andere Politiker warnten vor vorschnellen Schritten.

          Nach „Spiegel“-Angaben plant die Bundesregierung ein Einreiseverbot aus Ländern mit hoher Verbreitung von Corona-Mutanten. Eine Vorlage für eine entsprechende Verordnung befinde sich derzeit in der Abstimmung zwischen den Ressorts. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte, dass ein entsprechender Beschluss derzeit abgestimmt wird. Wie auch die „Bild“ berichtete, geht es um Einreisesperren für Flüge aus Ländern, in denen es bereits Virus-Mutationen gibt, wie etwa Großbritannien, Südafrika, Brasilien und Portugal. Die drastischen Einschränkungen des Flugverkehrs nach Deutschland könnten  bereits nächste Woche umgesetzt werden.

          Der Innenexperte der FDP im Bundestag, Stephan Thomae, sagte der „Augsburger Allgemeinen“, Überlegungen für weitreichende Reisebeschränkungen seien ein Ausdruck von „Regierungsversagen.“ „Das Coronavirus und seine Mutanten sind höchst gefährlich, nichtsdestoweniger sind wir nicht im Krieg.“ Er forderte, mehr Corona-Schnelltests an den Landesgrenzen und Flughäfen anzubieten.

          Impfstoffstreit zwischen EU und Astra-Zeneca

          Im Impfstoffstreit der EU mit dem Hersteller Astra-Zeneca hat ein weiteres Krisengespräch am Mittwochabend keinen Durchbruch gebracht. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides lobte zwar den konstruktiven Ton im Gespräch mit Unternehmenschef Pasal Soriot. Aber in der Sache hat sich vorerst nichts geändert: Große Mengen Impfstoff, die in Deutschland und anderen Ländern dringend erwartet werden, werden wohl Wochen oder Monate später kommen.

          Die EU hat einen Rahmenvertrag über 400 Millionen Impfdosen mit Astra-Zeneca. Das Präparat wird voraussichtlich am Freitag in der EU zugelassen. Doch hatte der Hersteller vorige Woche überraschend eine Lieferkürzung angekündigt. Laut EU-Kommission soll vorerst nur ein Viertel der erwarteten Menge ankommen. Die Kommission ist erbost, weil der Firma seit Sommer 336 Millionen Euro zur Aufstockung der Produktion zugesagt und zum Teil auch ausgezahlt wurden. Nach EU-Lesart hätte sie auf Halde produzieren müssen.

          Auch bei dem Treffen am Mittwochabend seien entscheidende Fragen nicht schlüssig beantwortet worden, hieß es aus Kommissionskreisen. Es habe keine belastbaren Aussagen für zusätzliche Lieferungen an die EU gegeben und auch keine Bereitschaft, in Großbritannien produzierte Impfdosen der EU zu überlassen. Doch sei zumindest klar geworden, dass Soriot den Ernst der Lage einsehe. „Es war der Anfang, in einen Lösungsdiskurs zu kommen“, hieß es aus Kommissionskreisen.

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