https://www.faz.net/-gpf-15v2a

Misshandlung : Vorwürfe gegen Bischof Mixa - Bistum dementiert

  • Aktualisiert am

Der Augsburger Bischof Walter Mixa Bild: ddp

Mehrere Personen haben in einem Zeitungsgericht Züchtigungsvorwürfe gegen den Bischof Walter Mixa erhoben. Das Augsburger Ordinariat wies diese Anschuldigungen scharf zurück.

          1 Min.

          Erstmals ist in Deutschland ein amtierender Bischof von Misshandlungsvorwürfen betroffen. Der Augsburger Bischof Walter Mixa soll nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ in seiner Zeit als Stadtpfarrer (1975-1996) im oberbayerischen Schrobenhausen Mädchen und Jungen wiederholt geschlagen haben.

          Das Augsburger Ordinariat wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück. Die Behauptungen seien „absurd, unwahr und offenbar in der Absicht erfunden, den heutigen Bischof von Augsburg persönlich zu diffamieren“, hieß es in einer Erklärung des Bistums. Mixa habe in seinen jeweiligen Wirkungsbereichen „zu keinem Zeitpunkt körperliche Gewalt gegen Kinder oder Jugendliche angewendet“, hieß es. Zudem habe er als Stadtpfarrer von Schrobenhausen keine erzieherischen oder pädagogischen Funktionen in dem Heim innegehabt. Man behalte sich rechtliche Schritte gegen entsprechende Behauptungen vor, mit denen der Bischof offenbar persönlich diffamiert werden solle.

          Der „Süddeutschen Zeitung“ liegen nach eigenen Angaben eidesstattliche Erklärungen mehrerer Betroffener vor. Mixa habe sie wiederholt geohrfeigt, ihnen Fausthiebe auf den Oberarm gegeben und mit Teppichklopfer, Kochlöffel oder Stock auf das Gesäß geschlagen. Die Züchtigungen sollen vorwiegend vor mehr als 30 Jahren in einem von Nonnen geleiteten Kinderheim vorgenommen worden sein.

          Weitere Themen

          Die Republik marschiert nicht mehr

          Proteste in Frankreich : Die Republik marschiert nicht mehr

          Im Streit um die Rente haben Demonstranten Frankreich praktisch lahmgelegt. Nicht überall bleibt der Protest friedlich. Es ist ein Kampf gegen nebulöse Absichten der Regierung.

          Topmeldungen

          Die Kommunalwahlen in NRW sind für die SPD von existentieller Bedeutung: Die Partei kann sich nur stabilisieren, wenn ihnen ihre kommunale Basis nicht wegbricht.

          Verschuldete Kommunen : Werden die Altschulden zur tickenden Zeitbombe?

          Die Lösung des Altschulden-Problems hat sich die große Koalition fest vorgenommen. Gerade die von der SPD regierten Großstädte im Ruhrgebiet würden von Bundeshilfe profitieren – bisher verhält sich Nordrhein-Westfalen jedoch merkwürdig passiv.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.