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Missbrauchsbeauftragter : „Neues Kapitel im Kampf gegen sexuelle Gewalt“

  • Aktualisiert am

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig (CDU) Bild: dpa

Im Zuge der weltweiten Kampagne #MeToo fordert der Missbrauchsbeauftragte Rörig mehr Engagement gegen sexuelle Gewalt: Auch in Deutschland würden längst nicht alle Fälle der Polizei gemeldet.

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          Angesichts der aktuellen Sexismus-Debatte hat der Missbrauchsbeauftragte Johannes-Wilhelm Rörig die künftige Bundesregierung aufgefordert, „ein neues Kapitel im Kampf gegen sexuelle Gewalt aufzuschlagen“. Die überwältigende Resonanz auf die Debatte unter dem Schlagwort #MeToo zeige, wie groß das weltweite Ausmaß sexueller Gewalt gegen Frauen, Kinder und Jugendliche sei, sagte Rörig den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

          „Die Debatte zu sexueller Gewalt kann gar nicht laut genug geführt werden“, sagte der unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Auch in Deutschland würden längst nicht alle Fälle der Polizei gemeldet. Neueste Studien gingen davon aus, dass etwa jede und jeder Siebte in Deutschland sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend erlitten habe. „Dies ist nicht länger hinnehmbar“, sagte Rörig.

          Weltweit haben sich Millionen Frauen der Internetaktion gegen Sexismus unter dem Schlagwort #MeToo angeschlossen. Sie berichten auch von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen im Kindesalter. Die Internet-Kampagne unter dem Stichwort #MeToo („Ich auch“) wurde durch den Skandal um den unter Vergewaltigungs- und Missbrauchsverdacht stehenden amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein ins Rollen gebracht.

          Bei einer Fachtagung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs am 11. Oktober 2017 berichten Schautafeln von Schicksalen in DDR-Umerziehungsheimen.
          Bei einer Fachtagung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs am 11. Oktober 2017 berichten Schautafeln von Schicksalen in DDR-Umerziehungsheimen. : Bild: dpa

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