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F.A.Z. exklusiv : Vatikan hat Woelki bislang nicht entlastet

Kardinal Woelki im März in Köln Bild: Reuters

Rom hat noch nicht darüber entschieden, ob Kardinal Woelki seine Pflicht verletzt hat. Der hatte einen Missbrauchsfall nicht angezeigt. Ein Gutachter hatte den Erzbischof dagegen schon von Schuld freigesprochen.

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          Papst Franziskus hat den Amtsverzicht des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße und des Kölner Weihbischofs Dominikus Schwaderlapp bislang nicht angenommen. Keine offizielle Nachricht liegt bislang auch darüber vor, ob der Vatikan es als eine Pflichtverletzung ansieht, dass der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im Jahr 2015 davon abgesehen hat, Missbrauchsvorwürfe gegen einen befreundeten Priester der Glaubenskongregation in Rom anzuzeigen.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Im vergangenen Dezember hatte der Münsteraner Bischof Felix Genn diesen Sachverhalt pflichtgemäß in Rom angezeigt. Das Regelwerk, das Papst Franziskus vor zwei Jahren für den Umgang mit mutmaßlichen Amtspflichtverletzungen von Bischöfen erlassen hat, sieht für eine erste Reaktion eine Frist von 30 Tagen vor. Diese Frist ist inzwischen um mehr als zwei Monate überschritten, ohne dass in Münster oder Köln ein Schreiben der zuständigen Bischofskongregation vorläge.

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