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Missbrauch im Bistum Münster : Schwer erträgliche Entschuldigungen

  • -Aktualisiert am

Bischof Felix Genn im Mai 2018 in Münster Bild: dpa

Im Bistum Münster schlägt die Aufklärung sexueller Missbrauchsfälle hohe Wellen. Nun gerät auch Bischof Felix Genn in die Kritik. Wann wird die Kirche endlich Konsequenzen ziehen?

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          Der üppige Adventskranz liegt schon bereit, und auch Christsterne haben Helferinnen auf den Tischen plaziert. Doch vorweihnachtlich ist am Mittwochabend im Gemeindesaal von St. Petrus Canisius in Recklinghausen niemandem zumute. Die Leitung des Bistums Münster hat zu einem Gesprächsabend eingeladen. Sie will über den Fall Nikolaus A. informieren, so wie sie das derzeit überall dort tut, wo A. eingesetzt war.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Der ursprünglich aus der Erzdiözese Köln stammende Pfarrer war 1972 wegen „fortgesetzter Unzucht mit Kindern und Abhängigen“ zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Als er im Jahr darauf aus dem Gefängnis entlassen wurde, durfte er dennoch ins Bistum Münster wechseln, wo er dann in Westerkappeln, in Moers am Niederrhein und eben auch in Recklinghausen tätig war. Hier wirkte A. seit 1978 als Pfarrverwalter. 1985 zog ihn die Bistumsleitung dann plötzlich ab. Warum das geschah, teilte sie den Gläubigen nicht mit. Und auch die neue Gemeinde in Moers informierte man nicht über die pädokriminelle Vorgeschichte des Pfarrers.

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