Missbrauch im Erzbistum München :
Gutachten sieht Fehlverhalten Benedikts als Erzbischof

Von Daniel Deckers, München
Lesezeit: 3 Min.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. im Juni 2020
Im Erzbistum München legt ein Gutachten zu sexuellem Missbrauch Führungs- und Leitungsversagen offen. Die Vorwürfe richten sich auch gegen den emeritierten Papst.

Ein Gutachten über den Umgang mit Fällen sexueller Gewalt im Erzbistum München und Freising zwischen den Jahren 1945 und 2019 ist zu einer neuerlichen „Bilanz des Schreckens“ geraten. Wie drei Juristen der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) in Abwesenheit des Münchner Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx am Donnerstag ausführten, hat es mit massiven Versäumnissen seitens der Bistumsverantwortlichen gegenüber Beschuldigten und Betroffenen bis in die jüngste Vergangenheit nicht sein Bewenden. Die Stellungnahmen der meisten noch lebenden Verantwortlichen, so der Tenor der Zusammenfassung der Einlassungen der noch lebenden Bistumsverantwortlichen, ließen auch rückwirkend kein Unrechts- oder Schuldbewusstsein erkennen.

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