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Sexueller Missbrauch : „Bergisch Gladbach“ muss ein Wendepunkt sein

  • -Aktualisiert am

Tatort im Missbrauchsfall Bergisch-Gladbach. Bild: dpa

Viel zu lange haben Pädokriminelle die Schlupflöcher im Netz ausgenutzt. Der Europäische Gerichtshof lässt nun mehr Raum, sie zu verfolgen. Die Politik muss ihn nutzen.

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          Dass Bergisch Gladbach namensgebend für einen der bisher größten Missbrauchsfälle in Deutschland wurde, ist Zufall. Jörg L., der mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in der Stadt ein scheinbar bürgerliches Leben führte, war schlicht der erste Täter aus einem weit ausgreifenden, digital organisierten Päderastennetz, dem die Ermittler auf die Spur kamen. Seither geht es überall in Deutschland mit den Ermittlungen voran.

          Zweihundert Tatverdächtige konnten schon identifiziert, das unsägliche Leid einer noch größeren Zahl von Kindern konnte beendet werden. Wann die Verfahrenen abgeschlossen sind, lässt sich nicht absehen. Mehr als 30.000 weitere Spuren zu Pädokriminellen haben Ermittler bisher gefunden. „Bergisch Gladbach“ macht deutlich: In dem lange unterschätzten Thema darf es keinen Stillstand mehr geben.

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