https://www.faz.net/-gpf-9s067

Pilot rettet sich : Militärflugzeug nahe Trier abgestürzt

  • Aktualisiert am

Militärflugzeug vom Typ F-16 (Symbolbild) Bild: dpa

Die amerikanische Maschine ist in einem Waldstück niedergegangen. Der Pilot konnte sich nach Polizeiangaben mit dem Schleudersitz retten.

          1 Min.

          Ein amerikanischer Kampfjet ist am Dienstagnachmittag bei einem Übungsflug über dem Westen von Rheinland-Pfalz abgestürzt. Der Pilot habe sich über den Schleudersitz gerettet, sagte eine Sprecherin vom amerikanischen Flugplatz Spangdahlem in der Eifel. Er habe kleinere Verletzungen und sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Maschine des Typs F-16 sei von dem Stützpunkt gestartet und während eines Routineflugs abgestürzt. Die Sprecherin kündigte eine Untersuchung des Absturzes an.

          Die Polizei Trier teilte mit, die Absturzstelle bei Zemmer im Kreis Trier-Saarburg sei weiträumig abgesperrt worden. Zu Schäden gebe es keine Hinweise. Es habe mehrere Notrufe gegeben, die von dem Absturz berichteten.

          Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Zemmer, Edgar Schmitt, ging der Jet über einem Waldstück zu Boden. Zemmer liegt etwa auf halber Strecke zwischen Spangdahlem und Trier.

          Anwohner wurden aufgefordert, die Absturzstelle zu meiden. Fahrzeuge sollen den Bereich großräumig umfahren. Mehrere Kreisstraßen seien für den Verkehr gesperrt. Vom rheinland-pfälzischen Innenministerium waren zunächst keine weiteren Angaben zu dem Zwischenfall zu erfahren.

          Es ist der zweite Unfall mit Militärflugzeugen in Deutschland binnen weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni über Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter der Bundeswehr in größerer Höhe kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere – ein 27-Jähriger – starb. Die genaue Ursache wird noch ermittelt.

          Im April 2011 war schon einmal ein amerikanischer Militärjet vom Stützpunkt Spangdahlem abgestürzt. Damals handelte es sich um eine Maschine vom Typ A-10. Der Pilot konnte sich auch hier retten.

          In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F-16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur amerikanischen Basis gehören rund 4000 Soldaten. Einschließlich der Angehörigen leben und arbeiten zwischen 10.000 und 11.000 Menschen auf dem Stützpunkt. Die amerikanische Luftwaffe ist seit Mitte der 1950er Jahre in Spangdahlem präsent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Von der Türkei unterstützte Kämpfer am Montag in Ras al-Ain

          Türkische Offensive in Syrien : Harte Gefechte um Grenzstadt

          Nach schweren Kämpfen sollen Kurden nach Angaben von Aktivisten türkische Truppen aus der wichtigen Grenzstadt Ras al-Ain vertrieben haben. Andere Quellen sprechen von anhaltenden Gefechten.

          Krankhaftes Sexualverhalten : Wenn die Lust zur Qual wird

          Ähnlich wie Drogen- und Spielsüchtige sind auch Sexbesessene darauf aus, sich stets neue „Kicks“ zu verschaffen. Vielen Patienten könne eine Verhaltenstherapie helfen, sagen Forscher. Jedoch hilft nicht jeder Lösungsansatz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.