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Meuthen gegen Steinmeier : Die AfD richtet sich selbst

Die AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland und Jörg Meuthen mit dem Brandenburger Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz Anfang September in Berlin Bild: Reuters

Es könnte so einfach sein: eine Tradition des Bürgerlichen akzeptieren, die niemand, der bei Sinnen ist, zurückweisen kann. Aber warum wehrt sich die AfD dagegen mit Zähnen und Klauen?

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          Die AfD wehrt sich mit Zähnen und Klauen dagegen, dass ihr die Bürgerlichkeit abgesprochen wird, jetzt sogar, ohne dass er sie nannte, vom Bundespräsidenten. Hat Frank-Walter Steinmeier damit seine Neutralitätspflicht verletzt, wie ihm der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen vorwirft? Das hätte er doch nur, wenn sich die AfD ungerecht und falsch behandelt fühlen müsste.

          Aber warum müsste sie das? Steinmeier leitet den Begriff so her, dass jeder, der bei Sinnen ist, einverstanden sein kann, der „bürgerlich“ nicht nur in einem oberflächlich stilistischen Sinn versteht: aus der langen Tradition, die im Grundgesetz und in der Wiedervereinigung mündete. Das ist eine Tradition, die sich nur unter Qualen durchsetzen konnte gegen eine andere, ebenso lange Tradition, deren Abgründe schon deshalb kein „Vogelschiss“ gewesen sein können.

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