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Straftaten in Deutschland : Gefahr durch Messer

Polizisten sperren nach einer Messerattacke einen Tatort in Hamburg ab. Bild: dpa

Was haben Messer in Fußgängerzonen und im Umfeld von Schulen und Kindergärten zu suchen? Die Forderung nach messerfreien Zonen in der Öffentlichkeit ist überfällig.

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          Zücken Täter heute schneller das Messer als früher? Es gab in jüngerer Zeit einige Messerstechereien, die für Aufsehen gesorgt haben. Die AfD sprach schon von einer „Messer-Epidemie“. Populisten reicht ein Gefühl. Wer Verantwortung für die Sicherheit im Land trägt, braucht verlässliche Daten. Denn wenn die These stimmt, steigt nicht nur die Gefahr für die Opfer. Polizeibeamte müssten auch stärker an ihren eigenen Schutz denken. Man muss sich fragen, ob Appelle an die Zivilcourage von Passanten noch zu verantworten sind. Bislang fehlt es aber an Daten.

          In der Polizeilichen Kriminalstatistik werden Straftaten, die mittels eines Messers begangen werden, bislang nicht gesondert erfasst. Das wollen die Innenminister von Bund und Ländern ändern, es wird aber einige Jahre dauern, bis es belastbare Zahlen gibt. Bremen und Niedersachsen wollen so lange nicht warten – und haben recht damit. Was haben Messer in Fußgängerzonen und im Umfeld von Schulen und Kindergärten zu suchen? Die Forderung nach messerfreien Zonen in der Öffentlichkeit ist überfällig.

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

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