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Messer-Attacke in Stolberg : Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 21-Jährigen

  • Aktualisiert am

Ein Polizeifahrzeug fährt Mitte September am Bastinsweiher im Ortskern von Stolberg vorbei. Bild: dpa

Dem Deutsch-Iraker wird neben zweifacher gefährlicher Körperverletzung auch das Verbreiten eines verbotenen IS-Symbols vorgeworfen. Es gilt als sicher, dass er sein Opfer attackierte, weil dessen Vater auf einer Wahlwerbung der AfD zu sehen war.

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          Rund sechs Wochen nach einer mutmaßlich islamistisch motivierten Messer-Attacke in Stolberg bei Aachen hat die Generalstaatsanwaltschaft einen 21 Jahre alten Deutsch-Iraker angeklagt. Ihm wird neben zweifacher gefährlicher Körperverletzung auch das Verbreiten eines verbotenen Symbols der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf Facebook vorgeworfen. Die „Aachener Nachrichten“ hatten zuvor berichtet.

          Wie ein Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft am Freitag äußerte, wurde der Mann auch wegen einer weiteren Attacke aus dem März angeklagt. Zudem müsse er sich nach dem Posten des verbotenen IS-Symbols wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz verantworten.

          Nach Abschluss der Ermittlungen sei man sicher, dass der 21 Jahre alte Mann sein Opfer (23) Mitte September attackiert habe, weil dessen Vater auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen war. Während der Stiche gegen den Arm des 23 Jahre alten Opfers hatte der Verdächtige laut Zeugen „Allahu akbar“ („Gott ist groß“) gerufen. Auch bei der Tat im März in einem Restaurant soll er einen Bekannten mit diesen Worten angegriffen haben.

          Das Werbemotiv der Stolberger AfD für die Kommunalwahl bei Facebook hatte vier Männer mit Migrationshintergrund und den örtlichen AfD-Vorsitzenden gezeigt. Dazu stand der Slogan „Auch Deutsch-Türken wollen Veränderung“. Den Ermittlern zufolge sagte der türkische Vater des Opfers aus, dass er keine Einwilligung für die Wahlwerbung gegeben habe.

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