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Votum über Kanzlerkandidatur : Friedrich Merz will CDU-Basis beteiligen

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Friedrich Merz, der ehemalige Fraktionschef der Union, am Dienstag in der Redaktion der F.A.Z. in Frankfurt. Bild: Wolfgang Eilmes

„Ich halte es grundsätzlich für eine gute Idee, die Mitglieder an Entscheidungen von großer inhaltlicher und personeller Tragweite zu beteiligen“, sagt der CDU-Politiker. Über die genaue Form müsse aber erst noch diskutiert werden.

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          Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, die CDU-Basis an einer möglichen Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Partei zu beteiligen. „Ich halte es grundsätzlich für eine gute Idee, die Mitglieder an Entscheidungen von großer inhaltlicher und personeller Tragweite zu beteiligen, so wie wir es letztes Jahr mit den Regionalkonferenzen erfolgreich gemacht haben“, sagte Merz der F.A.Z. „Über die genaue Form müssen wir aber erst noch diskutieren.“ Laut Umfragen rangiert Merz in der Gunst der Mitglieder derzeit deutlich vor Kramp-Karrenbauer.

          Zu seinen eigenen nie dementierten Ambitionen, Kanzlerkandidat zu werden, äußerte sich Merz allerdings zurückhaltend. „Die Frage nach einer Kanzlerkandidatur stellt sich derzeit nicht, also muss ich sie auch nicht beantworten. Wichtig ist, dass wir in einem guten Team antreten, mit dem wir das volle Potential der Union ausschöpfen können.“ Er wolle dazu beitragen, dass das gelinge, sagte Merz der F.A.Z.

          Weiterhin überzeugt ist Merz, dass die Partei versuchen müsse, gemäßigte AfD-Wähler zurückzugewinnen. „Leider wird das immer bewusst falsch verstanden, als würde ich eine Rechtsverschiebung fordern.“ Doch dürfe die CDU nicht den Fehler begehen, den Grünen hinterherzulaufen. „Was wir brauchen, ist eine offene Analyse der zuletzt enttäuschenden Ergebnisse. Die hat es in der CDU in den letzten Jahren nicht gegeben.“

          Die Junge Union hat eine Debatte über eine Urwahl des Kanzlerkandidaten der Union angestoßen. Auf ihrem Deutschlandtag verabschiedete sie mit 60 Prozent einen Antrag dazu, den sie auf dem CDU-Bundesparteitag im November einbringen will. 

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