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Merz und die CDU : Der Casus Belli

Friedrich Merz im Oktober in Berlin Bild: EPA

Eigentlich schien alles in Ordnung in der CDU. Einstimmig hatte der Vorstand den Parteitag verschoben. Doch einer war wütend: Friedrich Merz. Auf Twitter machte er seinem Ärger Luft. Seitdem kocht es in der Partei.

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          Am Montag erscheint das neue Buch von Friedrich Merz: „Neue Zeit. Neue Verantwortung“. Es gehört zu seinem Kampf um die Führung der CDU. Fast jeden Tag besucht er derzeit die Basis, wenn auch meist nur digital. Seine Terminliste geht bis zum 21. November. Danach, am 4. Dezember, wollte er auf einem Parteitag in Stuttgart seine Rivalen besiegen: den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und Norbert Röttgen, den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Es war so schön gedacht und ist nun wohl für die Katz.

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Seit dem vergangenen Sonntag weiß Merz das. Da hatte das Konrad-Adenauer-Haus die drei Kandidaten in die CDU-Zentrale eingeladen. Mit dabei die Noch-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, ihre fünf Stellvertreter, der Generalsekretär und der Bundesgeschäftsführer. Es sollte besprochen werden, ob und wie der geplante Parteitag in Pandemie-Zeiten stattfinden könne. Aber schon am Morgen hatte Laschet Pflöcke eingeschlagen. „Dieser Parteitag ist jetzt nicht unbedingt erforderlich, kann verschoben werden“, hatte er einer Zeitung gesagt. Das habe Zeit bis nach dem Winter. „Jetzt gibt es Wichtigeres.“

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