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Geld für die Bundeswehr : Merz gibt Grünen die Schuld für Verzögerung beim Sondervermögen

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CDU-Chef Friedrich Merz Bild: dpa

100 Milliarden Euro hatte Kanzler Scholz nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine für die Bundeswehr angekündigt. Die Ampel braucht dafür die Union. Die Einigung verzögert sich aber.

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          Der Bundestag wird sich nach Angaben des SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil in dieser Woche nicht mehr mit dem sogenannten Sondervermögen Bundeswehr über 100 Milliarden Euro befassen. Das sagte Klingbeil am Montag in Berlin. CDU-Chef Friedrich Merz machte dafür allein die Grünen verantwortlich: „Es gibt da nach meiner Einschätzung (...) eine Übereinstimmung von CDU/CSU, SPD und FDP. Aber die Grünen sind nicht so weit.“ Der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour sagte indes, man habe keinen Zeitdruck. „Wir haben nicht endlos Zeit, das wissen wir. Aber man muss es auch nicht übers Knie brechen.“

          Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine ein Sondervermögen Bundeswehr mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro angekündigt, das im Grundgesetz verankert werden soll. Dazu braucht die Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP auch die Zustimmung der Union. CDU und CSU haben dafür Bedingungen gestellt.

          Dazu gehört etwa, dass die 100 Milliarden ausschließlich für eine bessere Ausstattung der Bundeswehr verwendet werden sollen. Die Grünen und das Auswärtige Amt wollen aber einen Teil des Geldes für andere Projekte abzweigen. Das Auswärtige Amt rudere jedoch immer weiter zurück, so dass man letztlich mit einer Einigung rechne, hieß es in Verhandlungskreisen.

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