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Angela Merkel : Weltpolitikerin

Angela Merkel spricht bisweilen wie eine UN-Generalsekretärin. Ihre Diagnose als Weltpolitikerin ist oft richtig. Aber als Kanzlerin muss sie Lösungen finden.

          Auf dem Wirtschaftstag der CDU muss Angela Merkel nicht unbedingt nur als Kanzlerin sprechen. Ein bisschen CDU-Vorsitzende wäre angebracht, zumal dann, wenn es um die Einwanderungspolitik geht. Schließlich ist der Wirtschaftsrat ein Parteigremium, zudem eines der wenigen CDU-Gremien, die im Herbst 2015 eine Obergrenze für die Einwanderung gefordert hatten.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Merkel sprach aber nicht wie die CDU-Vorsitzende, nicht einmal wie die deutsche Kanzlerin, sondern wie eine UN-Generalsekretärin. Afrika sei die größte Herausforderung für die europäische Migrationspolitik, sagte sie; geschehe dort nichts, sei die Wanderung nach Europa nicht in den Griff zu bekommen. Aus der Perspektive der Weltpolitikerin ist das sicher richtig.

          Doch selbst wenn die EU noch so viele Milliarden Euro nach Süden pumpte: Wie und wann sollte sich in Afrika selbst langfristig etwas ändern? Das müsste sich wenigstens die CDU-Vorsitzende fragen. Die Kanzlerin wäre dann die Antwort auf die Frage schuldig, wie die Dinge trotzdem in den Griff zu bekommen sind. Das unterscheidet sie von der UN-Generalsekretärin.

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