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Merkel über Trumps Attacken : „Ich distanziere mich davon entschieden“

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Angela Merkel am Freitag bei ihrer traditionellen Sommerpressekonferenz Bild: AFP

Die Einlassungen des amerikanischen Präsidenten konterkarierten die Stärke des Landes, so Angela Merkel. Grund für übertriebene Sorge bestehe allerdings nicht, sagt die Bundeskanzlerin.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die als rassistisch kritisierten Attacken des amerikanischen Präsidenten Donald Trump gegen Demokratinnen scharf verurteilt. „Ich distanziere mich davon entschieden und fühle mich solidarisch mit den drei attackierten Frauen“, sagte sie am Freitag bei ihrer traditionellen Sommerpressekonferenz in Berlin. Das gemeinsame transatlantische Wertegerüst stehe aber nicht in Frage: „Immer noch – und das wird ja auch so bleiben – hat die amerikanische Demokratie ein Wahlrecht und eine demokratische Grundstruktur“, sagte Merkel.

          Gefragt wurde die Kanzlerin nach ihrer persönlichen Meinung, dabei sprach der Fragesteller von verbalen Angriffen auf drei Frauen – tatsächlich aber hatte Trump vier aufstrebende Demokratinnen attackiert.

          In einem Tweet hatte der amerikanische Präsident mehrere Demokratinnen dazu aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen und die Probleme dort zu lösen, statt den Vereinigten Staaten gute Ratschläge zu geben. Rassismusvorwürfe wies er von sich. Die vier Politikerinnen sind alle amerikanische Bürgerinnen. Drei sind in den Vereinigten Staaten geboren, eine kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenagerin in den Vereinigten Staaten eingebürgert. Trump verfolgt mit seinen Angriffen offenbar das Ziel, mit Blick auf die Präsidentenwahl 2020 seine weiße Wählerschaft zu mobilisieren.

          Merkel sagte auch, Menschen ganz unterschiedlicher Nationalität hätten zur Stärke der Vereinigten Staaten beigetragen. Trumps Äußerungen liefen ihrem Eindruck zuwider und konterkarierten die Stärke Amerikas.

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