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Auftritt in Augsburg : Merkel schließt Koalition mit AfD kategorisch aus

  • Aktualisiert am

Nach der Abwahl ihres vertrauten Volker Kauder, halten Kritiker Merkels Tage als CDU-Chefin für gezählt. Bild: dpa

Bei einer Veranstaltung in Augsburg lehnt Angela Merkel eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD vehement ab. Zudem kündigte sie an, im Dezember wieder für den CDU-Vorsitz zu kandidieren

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          CDU-Chefin Angela Merkel hat Spekulationen über eine Koalition ihrer Partei mit der AfD nach der Landtagswahl in Sachsen im kommenden Jahr eine klare Absage erteilt. „Das kann ich kategorisch ausschließen“, sagte die Kanzlerin am Donnerstagabend bei einer Interview-Veranstaltung der Zeitung „Augsburger Allgemeinen“ in Augsburg. Sie sei sich sicher, dass dies auch der „überwiegende Teil der CDU in Sachsen“ so sehe. Merkel reagierte damit in gleicher Weise wie zuvor bereits CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer auf Äußerungen aus der sächsischen CDU.

          Der neue CDU-Landtagsfraktionschef Christian Hartmann hatte eine Koalition mit der AfD nicht ausgeschlossen. „Das werden Sie jetzt von mir in dieser Form auch nicht hören“, hatte er auf eine Frage des Radiosenders MDR Sachsen gesagt. Es gelte, nach der Wahl am 1. September vernünftige Entscheidungen zu treffen.

          Merkel kündigte ebenfalls an, im Dezember erneut für den CDU-Vorsitz zu kandidieren. Sie habe gesagt, dass sie für diese Legislaturperiode als Kanzlerin zur Verfügung stehe, und sie sei auch weiter der Ansicht, dass das Amt des Kanzlers und das des Parteichefs zusammengehörten. Allerdings wollte Merkel sich noch nicht dazu äußern, ob sie eine weitere Amtszeit als Regierungschefin anstrebe. „Nun ist ja noch nicht mal die Hälfte der Legislaturperiode erreicht, und wenn Sie mal überlegen, wann ich in den anderen Legislaturperiode erklärt habe, ob ich noch mal kandidiere, dann haben wir den Zeitpunkt mit Sicherheit nicht erreicht."

          Trotz inhaltlicher Differenzen mit der Schwesterpartei, fiebert Merkel nach eigenen Angaben bei der bayrischen Landtagswahl mit der CSU. Sie wies jegliche auch noch so unterschwellige Schadenfreude von sich, sollte die CSU bei der Wahl am 14. Oktober die absolute Mehrheit verlieren und betonte: „Wir sind eine gemeinsame Fraktion, und wir können im Bund nur zusammen Regierungsfähigkeit erlangen.“ Meinungsverschiedenheiten änderten für sie nichts daran: „Deshalb muss ich doch niemandem was Böses wollen.“

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