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Merkel-Nachfolge : Merz zur Kandidatur als CDU-Vorsitzender bereit

  • Aktualisiert am

CDU-Politiker Friedrich Merz Bild: dpa

Friedrich Merz will als CDU-Vorsitzender kandidieren. Aus dem Umfeld des ehemaligen CDU-Spitzenpolitikers heißt es, er sei bereit, „sich der Verantwortung zu stellen“.

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          Der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz ist bereit, Nachfolger von Angela Merkel als Parteivorsitzender zu werden. Wie es aus seinem Umfeld am Montag gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hieß, sei er bereit, „sich der Verantwortung zu stellen“, wenn die Partei es wolle.

          Zuvor hatte die Deutsche Presse-Agentur gemeldet, dass Angela Merkel in einer Sitzung des Parteipräsidiums am Morgen deutlich gemacht habe, auf den Parteivorsitz zu verzichten. Sie ziehe damit die Konsequenzen aus der hessichen Landtagswahl. Die Wahl eines neuen Parteivorsitzenden ist für den Parteitag in Hamburg am 2. Dezember vorgesehen.

          Merz gilt als einer der prominentesten Verlierer von Merkels Aufstieg und eigentlich als der einzige CDU-Spitzenpolitiker, den die heutige Bundeskanzlerin auf dem Weg nach oben in innerparteilichen Kämpfen verdrängte. 2002 hatte Merkel dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber die Kanzlerkandidatur überlassen (müssen). Das Gegengeschäft: Merkel, die bis zur damaligen Bundestagswahl lediglich Parteivorsitzende war, sollte auch den Fraktionsvorsitz erhalten.

          2009 aus dem Bundestag ausgeschieden

          Der lag da noch in den Händen von Merz. Dieser wusste von dem Geschäft nichts. Er musste sich fügen, was dem aus dem 1955 in Brilon geborenen Sauerländer schwerfiel. Merz musste sich mit dem Amt eines stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden (Zuständigkeit: Wirtschaftspolitik) begnügen. Doch weil die Niederlage der Union bei der Bundestagswahl 2002 auf wirtschaftsliberale Positionen zurückgeführt wurde, war er nicht wirklich gefragt. Merz trug das Seinige dazu bei, sich ins Abseits drängen zu lassen. Seine Kritik an der Arbeit der großen Koalition (2005 bis 2009) wurde als Mäkelei eines Frustrierten abgetan. 2009 schied er aus dem Bundestag aus. Merz wurde Wirtschaftsanwalt.

          Doch widerstand Merz Angeboten und Versuchungen, die CDU zu verlassen – in Richtung FDP oder auch einer neu zu bildenden Partei. Seiner Partei, in die er schon als Jugendlicher eingetreten war und die er einige Jahre auch in dem Europaparlament vertreten hatte, blieb er treu. In CDU-Kommissionen in Nordrhein-Westfalen wirkte er weiter mit. In der Organisation „Atlantik-Brücke“ kümmerte er sich um das deutsch-amerikanische Verhältnis, seit 2009 ist er ihr Vorsitzender.

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