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Corona-Demonstrationen : Merkel: Große Mehrheit der Bürger trägt die Schutzmaßnahmen mit

  • Aktualisiert am

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin Bild: Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Recht auf Kritik an den Corona-Maßnahmen bekräftigt. Jedem stehe es frei, seine ablehnende Haltung bei friedlichen Demonstrationen zum Ausdruck zu bringen.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit Blick auf Demonstrationen gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen Verständnis dafür geäußert, „dass einige Menschen mit den Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie hadern“. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast sagte sie: „Ich verstehe das“. Viele der Entscheidungen für Einschränkungen seien auch ihr „sehr schwergefallen, die Kontaktbeschränkungen und die Einschränkungen des kulturellen Lebens seien „demokratische Zumutungen“.

          Weiter sagte Merkel: „Dass die ganz große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger dies mitträgt“, zeige jedoch, „wie ausgeprägt unser Gemeinsinn ist“. Die Maßnahmen „haben gewirkt und bleiben wichtig“. Gleichwohl stehe es auch „jedem frei, diese Entscheidungen der Regierung offen zu kritisieren“ und „jeder kann seine Haltung bei friedlichen Demonstrationen zum Ausdruck bringen“.

           Gegner der staatlichen Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie haben unterdessen am Samstag in München, Hannover und Wiesbaden Kundgebungen organisiert. An einem Demonstrationszug durch die Münchner Innenstadt nahmen am Samstag nach Polizeiangaben deutlich mehr Menschen teil als zugelassen waren. „Es waren in der Spitze 3000
          Teilnehmer“, sagte ein Sprecher der Polizei - genehmigt waren 500. Auch in Hannover und Wiesbaden kam es zu kleineren Demonstrationen.

          Demonstration vorzeitig abgebrochen

          Weil die Zahl in München so deutlich überschritten wurde und viele Teilnehmer keine Maske trugen, stoppte die Polizei den Zug. Kurz darauf brachen die Veranstalter der Initiative „Querdenken 089“ den Zug ab und baten die Teilnehmer, sich zur Hauptkundgebung auf der
          Theresienwiese zu versammeln.

          In Hannover gingen nach Polizeiangaben mehr als 1000 Demonstranten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Der Zug in der
          Innenstadt musste zwischendurch einen Stopp einlegen. Die Teilnehmerwurden vom Veranstalter aufgefordert, den Mindestabstanduntereinander einzuhalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies hatte die Polizei zur Auflage für alle Demonstrationen gemacht.

          Auch in Wiesbaden begann eine Demonstration von Gegnern der staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen am Samstagnachmittag friedlich, wie ein Sprecher der
          Polizei mitteilte. Genaue Teilnehmerzahlen zu dem Zug nannte die Polizei zunächst nicht. Man rechne mit einer Teilnehmerzahl im hohen dreistelligen Bereich, hieß es am Vortag. Die Protestaktion ist nach Angaben der Stadt für bis zu 3000 Personen angemeldet worden.

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