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Erstes Telefongespräch : Merkel lädt Biden nach Deutschland ein

  • Aktualisiert am

Joe Biden spricht bei einer Veranstaltung am Montag im Weißen Haus. Bild: AP

Angela Merkel hat Joe Biden in einem ersten Telefonat zugesichert, dass Deutschland international Verantwortung übernehmen wird. Und die ersten Entscheidungen des neuen amerikanischen Präsidenten begrüßt.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Joe Biden nach Deutschland eingeladen, sobald die Corona-Pandemie einen solchen Besuch erlaubt. Zugleich sicherte sie dem neuen amerikanischen Präsidenten am Montag in einem Telefonat die Zusammenarbeit bei der Bewältigung internationaler Herausforderungen zu, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Abend mitteilte.

          Merkel erklärte den Angaben zufolge die Bereitschaft Deutschlands, gemeinsam mit den europäischen und transatlantischen Partnern Verantwortung zu übernehmen. Die Kanzlerin und Biden seien sich einig gewesen, dass zur Bewältigung der Pandemie verstärkte internationale Anstrengungen nötig seien. Merkel begrüßte in diesem Zusammenhang die Rückkehr der Vereinigten Staaten in die Weltgesundheitsorganisation WHO.

          Auch Afghanistan war Thema

          Weitere Themen des Gesprächs waren den Angaben zufolge außenpolitische Fragen, insbesondere Afghanistan und Iran, sowie die Handels- und Klimapolitik. Merkel begrüßte auch die Entscheidung, Amerika in das Pariser Klimaabkommen zurückzuführen, was Biden als eine seiner ersten Amtshandlungen vollzogen hatte.

          Mit dem französischen Präsidenten hatte sich der amerikanische Präsident bereits am Sonntagabend ausgetauscht. Sie stellten „eine große Übereinstimmung in zentralen internationalen Fragen“ fest. Der Elysée-Palast hob nach dem Telefonat hervor, dass Vereinigten Staaten in das Pariser Klimaabkommen zurückkehren und damit „eine neue Etappe der internationalen Gemeinschaft“ im Kampf gegen den Klimawandel beginne.

          In Paris wurde zudem unterstrichen, dass Biden dem von seinem Vorgänger Donald Trump angekündigten Rückzug aus der WHO ein Ende setzt. Dies eröffne neue Möglichkeiten, gerade weniger entwickelte Länder in der Pandemie zu unterstützen. Macron hob ausdrücklich darauf ab, dass er mit Biden die Lage im Libanon besprochen habe. Die Vermittlungsinitiative des Franzosen in dem krisengeschüttelten Land hat bislang keine Fortschritte gebracht.

          Paris als „ältester Verbündeter“

          Biden betonte nach Angaben aus Washington seinen Wunsch, die bilateralen Beziehungen zu Frankreich zu stärken. Frankreich gilt als „ältester Verbündeter“. Außenminister Antony Blinken hat seine Jugend in Paris verbracht und dort eine internationale Schule besucht. Über seinen – inzwischen verstorbenen – Stiefvater Samuel Pisar knüpfte er viele Kontakte zur politischen Führungselite in Paris. In Frankreich freut man sich darüber, dass mit Blinken und John Kerry gleich zwei perfekt französisch sprechende Politiker einflussreiche Posten besetzen.

          Laut Weißem Haus stellten beide Präsidenten den Klimawandel, die Corona-Pandemie und die Erholung der Weltwirtschaft als gemeinsame Herausforderungen dar. Macron und Biden hätten auch ihren Willen bekundet, für den Frieden im Nahen Osten zusammenzuarbeiten, vor allem mit Blick auf das iranische Atomprogramm.

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