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Meinungsforschung : Mehr Deutsche vertrauen Macron eher als Merkel

  • Aktualisiert am

Wolodymyr Selenskyj (l-r), Präsident der Ukraine, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, und Wladimir Putin, Präsident von Russland, nehmen am 09.12. am Pariser Ukraine-Gipfel teil. Bild: dpa

Der französische Präsident Emmanuel Macron polarisiert dieser Tage, doch das Vertrauen vieler Deutscher in ihn ist ungebrochen. Anderen Politikern stellen die Befragten indes ein schlechtes Zeugnis aus.

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          Die Deutschen vertrauen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron einer Umfrage zufolge mehr als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag unter Berufung auf eine Befragung des Instituts Kantar. Demnach gaben 53 Prozent der Befragten an, ihr Vertrauen in Merkel sei „eher groß“.

          Während Macron in Frankreich derzeit mit seinen angekündigten Rentenreformen für Proteste sorgt, ist seine Zustimmung in Deutschland ungebrochen hoch: 57 Prozent der Deutschen gaben an, eher großes Vertrauen in den französischen Präsidenten zu haben.

          Dabei variiert die Zustimmung für die Politiker je nach Altersgruppe: Den höchsten Vertrauenswert erreicht Merkel demnach mit 72 Prozent unter 14- bis 29-Jährigen, bei Frauen ist der Wert mit 59 Prozent höher als bei Männern mit 48 Prozent. Macron erreicht die besten Werte in der Altersgruppe der über 60-Jährigen mit 66 Prozent.

          Klar im Negativbereich ist der russische Präsident Wladimir Putin, zu dem 26 Prozent eher großes Vertrauen haben und 67 Prozent eher geringes. Noch deutlich schlechter schneiden allerdings der britische Premierminister Boris Johnson mit zwölf zu 71 Prozent, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit sechs zu 86 Prozent. Schlusslicht gibt der amerikanische Präsident Donald Trump mit sechs zu 89 Prozent ab, dem im Rahmen eines Amtsenthebungsverfahrens Machtmissbrauch vorgeworfen wird.

          Der britische Marktforschungs-Konzern Kantar befragte 1014 repräsentativ ausgewählte Bürger im Zeitraum vom 12. bis 19. Dezember.

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