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Neuer Aufwind für die SPD : Mehrheit der Deutschen für Vorschlag zur Grundrente

  • Aktualisiert am

Ihre Pläne stoßen auf Zuspruch: Carsten Schneider, Hubertus Heil und Andrea Nahles Bild: dpa

Die Vorschläge zur Grundrente und der Erhöhung des Mindestlohns scheinen der SPD zu nutzen: Im Deutschlandtrend legt die Partei um zwei Punkte zu. Doch zugleich wächst der Unmut über die Arbeit der Bundesregierung.

          Die SPD gewinnt im neuen ARD-„Deutschlandtrend“ zwei Punkte hinzu und erreicht nun 17 Prozent. Die Sozialdemokraten liegen damit in der Sonntagsfrage weiterhin auf dem dritten Platz hinter Union und den Grünen.

          Die Vorschläge der Partei zur Grundrente stoßen bei der Mehrheit der Deutschen auf Zustimmung. 67 Prozent finden laut dem aktuellen „Deutschlandtrend“ für die ARD-„Tagesthemen“, der Vorstoß von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zu einer Grundrente für Geringverdiener mit vielen Beitragsjahren gehe in die richtige Richtung. In der „GroKo“ sorgt das Thema für Streit: Während die SPD keine Bedürftigkeitsprüfung will, besteht die Union darauf.

          Auf breite Zustimmung stößt in der Umfrage auch der SPD-Vorschlag, den gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro auf 12,00 Euro zu erhöhen. 80 Prozent der Befragten sieht dies als Schritt in die richtige Richtung an. Ebenfalls viel Unterstützung findet die von den Sozialdemokraten geforderte Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I: 82 Prozent der Befragten stellen sich hinter den Vorschlag, von dem besonders ältere Arbeitnehmer profitieren sollen.

          Die Grünen verlieren einen Punkt

          Mehrheitlich abgelehnt wird laut „Deutschlandtrend“ hingegen die SPD-Forderung nach einer Abschaffung der meisten Hartz-IV-Sanktionen. 62 Prozent der Befragten hält dies für falsch, 32 Prozent sind dafür. Die Frage, ob die aktuellen Vorschläge der SPD nutzen, bejahte etwas mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent). 40 Prozent meinten, das Sozialstaatspaket mache keinen Unterschied, 17 Prozent gaben an, es schade der SPD eher.

          Die CDU/CSU kommt in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap für die „Tagesthemen“ unverändert auf 29 Prozent.

          Die Grünen verlieren im Vergleich zum Vormonat einen Punkt und stehen bei 19 Prozent. Die AfD verliert einen Punkt und liegt bei 13 Prozent. Die FDP kommt unverändert auf neun Prozent, die Linke rutscht einen Punkt auf acht Prozent ab.

          Mehrheit unzufrieden mit Arbeit der Bundesregierung

          Mit der Arbeit der Bundesregierung sind aktuell 31 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden. Das sind vier Prozentpunkte weniger im Vergleich zum Vormonat. Eine Mehrheit, 68 Prozent, ist weniger oder gar nicht zufrieden (plus drei).

          Mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind 51 Prozent der Befragten sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden. Das ist ein Minus von fünf Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer erreicht 45 Prozent Zustimmung (minus eins). Außenminister Heiko Maas (SPD) kommt auf 44 Prozent Zustimmung (plus vier).

          Für die Sonntagsfrage befragte Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1503 Wahlberechtigte. Für die Fragen zur Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung und einzelner Politiker waren es am Montag und Dienstag 1003 Befragte. Die statistische Schwankungsbreite liegt bei bis zu 3,1 Prozentpunkten.

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