https://www.faz.net/-gpf-99mmi

Klares Bekenntnis : Mehrheit der Deutschen lehnt Kreuze in Behörden ab

  • Aktualisiert am

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Bild: dpa

Bayerns Kreuz-Erlass stößt bei den meisten Deutschen auf Ablehnung. Sogar die Katholiken sprechen sich mehrheitlich gegen eine Kreuz-Pflicht in Behörden aus.

          Eine Mehrheit der Deutschen lehnt laut einer Umfrage das Aufhängen von Kreuzen in Behörden ab. In einer Emnid-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ gaben 64 Prozent der Befragten an, sie seien dagegen, dass in allen staatlichen Behörden in Deutschland christliche Kreuze aufgehängt würden. Dafür sprachen sich 29 Prozent aus, sieben Prozent hatten keine klare Meinung oder äußerten sich nicht.

          Auch unter Katholiken überwiegt der Umfrage zufolge mit 48 Prozent die Ablehnung, 38 Prozent sind für eine Kreuz-Pflicht. Bei den Protestanten sind 62 Prozent gegen Kreuze in Behörden, 34 sind dafür. Befragte anderer Konfessionen oder Konfessionslose lehnen Kreuze in Behörden mit einer großen Mehrheit von 87 Prozent ab, nur zwölf Prozent wären dafür.

          Opposition wirft CSU Populismus vor

          Das bayerische Landeskabinett hatte beschlossen, dass ab Juni in jeder Behörde des Bundeslandes ein Kreuz hängen muss. Dies soll nach Ansicht der Landesregierung die „geschichtliche und kulturelle Prägung“ Bayerns zum Ausdruck bringen und „sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung“ sein.

          Der Vorstoß stieß deutschlandweit auf ein geteiltes Echo. Während Vertreter der katholischen Kirche ihn begrüßten, warnte der Zentralrat der Muslime vor Ausgrenzung. Grüne und Linke warfen der CSU populistisches und verfassungswidriges Handeln vor. In Bayern wird in fünfeinhalb Monaten ein neuer Landtag gewählt.

          Weitere Themen

          Orban verteidigt umstrittene Plakatkampagne

          Gegen Juncker und Soros : Orban verteidigt umstrittene Plakatkampagne

          Die Bilder von Jean-Claude Juncker und George Soros „entlarvten die Brüsseler Bürokraten“, sagt der ungarische Ministerpräsident. Eine Mehrheit in Europa wolle die Einwanderung steigern, bis „Europa nicht mehr den Europäern gehört“.

          Topmeldungen

          Weiter Grund zum Jubeln? Eintracht Frankfurt steht im Achtelfinale der Europa League.

          Europa League : Nun wartet Inter Mailand auf die Eintracht

          In Marseille, Rom, Charkiw und Limassol war die Frankfurter Eintracht bereits bei ihrer Europareise. Nun muss die letzte verbliebene deutsche Mannschaft in der Europa League gegen Inter Mailand um den Einzug ins Viertelfinale spielen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.