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Juli-Statistik des Bamf : Zahl der Asylanträge aus der Türkei gestiegen

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Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurden im Juli mehr Asylanträge aus der Türkei gestellt als jeweils in den Vormonaten (Symbolbild) Bild: dpa

Im Juli haben deutlich mehr Türken in Deutschland einen Asylantrag gestellt als in den Monaten zuvor. Die Linke-Fraktionsvizechefin Sevim Dagdelen hält die Wiederwahl Erdogans Ende Juni für den Grund.

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          Nach den Wahlen in der Türkei ist die Zahl türkischer Asylbewerber in Deutschland deutlich gestiegen. Im Juli wurden insgesamt 1.172 Anträge gestellt, davon waren 1.141 Erstanträge, wie die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Dienstag) unter Berufung auf Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge berichtete. Das sei der höchste Wert seit Jahresbeginn. Im Juni habe es noch 884 Erstanträge gegen, seit Jahresbeginn seien es insgesamt 5.107 gewesen.

          Als Grund für den deutlichen Anstieg türkischer Asylanträge macht Linken-Fraktionsvizechefin Sevim Dagdelen die Wahlen Ende Juni fest. Es sei zu befürchten, dass die türkische Regierung angesichts der wirtschaftlichen Krise eine noch repressivere Innenpolitik verfolgen werde und die Flüchtlingszahlen aus der Türkei weiter zunehmen, sagte Dagdelen der Zeitung.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche Sanktionen gegen die Türkei verhängt, woraufhin der Kurs der ohnehin schwachen türkischen Lira deutlich einbrach. Hintergrund ist der Streit um den in der Türkei inhaftierten amerikanischen Pastor Andrew Brunson.

          Der Statistik des Bundesamts zufolge kamen die drittmeisten Asylanträge im Juli aus der Türkei. Nur syrische (3.786) und irakische Staatsangehörige (1.415) stellten mehr Anträge.

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