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Steigende Flüchtlingszahlen : Die Angst vor einem neuen 2016

Auf der Suche nach illegal Einreisenden: Beamte der Bundespolizei am Grenzübergang Stadtbrücke in Frankfurt (Oder). Bild: Picture Alliance

Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge steigt rasant. Bayern und Sachsen fürchten eine Lage wie 2016. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis man wieder Zeltstädte errichten müsse.

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          Wenn die Züge aus Prag im sächsischen Bad Schandau gleich hinter der Grenze halten, steigt die Bundespolizei ein. Zu ihren Aufgaben gehört dann, stichprobenartig Pässe zu kontrollieren und illegale Einwanderer herauszufiltern. Bis Mai dieses Jahres seien es rund 500 Menschen je Monat gewesen, die vorrangig auf diesem Weg oder über eine der aus der Tschechischen Republik und Polen kommenden Autobahnen illegal einreisten, erklärte Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU). Doch seitdem ändere sich das Bild, und zwar rasant. „Die Zahlen galoppieren regelrecht.“

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.
          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Schon im Juni sei die Zahl dieser Flüchtlinge allein in Sachsen auf 1000, im Juli auf 1500 und im August auf 2000 Menschen im Monat gestiegen. Seit September seien es nun täglich bereits rund 100 illegale Einreisen, vorrangig mit der Bahn. Wenn mehrere Polizeiwagen mit Blaulicht zum Dresdner Hauptbahnhof führen, könne man ziemlich sicher sein, dass gerade ein Zug aus Prag angekommen sei, sagte Schuster.

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