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Debatte über Fahrverbote : „Die Grenzwerte sind sogar noch zu hoch“

Röntgenaufnahme einer Lunge Bild: dpa

In einer Stellungnahme halten mehr als hundert Lungenärzte die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid für zu niedrig. Sie argumentieren, dass dann ja alle Raucher tot umfallen müssten. Der Physiologe Holger Schulz hält dagegen: Das sei naiv.

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          Unter Ärzten wächst die Kritik an den Grenzwerten für Stickstoffdioxid und Feinstaub – und damit an den drohenden Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge. Mehr als 100 Lungenärzte haben ein Positionspapier unterzeichnet, das die Gesundheitsgefahren anzweifelt und fordert, die geltenden Grenzwerte zu überprüfen. In dem Papier kritisiert der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) Dieter Köhler einen Großteil der vorhandenen Studien zu Gesundheitsgefahren durch Dieselabgase als methodisch fragwürdig.

          Stefan Tomik

          Redakteur in der Politik.

          Damit wendet sich Köhler gegen die bisherige Position des aktuellen DGP-Vorstands. Dieser hatte Ende November in einem Positionspapier ausführlich auf Gesundheitsrisiken durch Luftschadstoffe hingewiesen und sich dabei die Studienergebnisse des renommierten Helmholtz Zentrums für Umweltmedizin zu Eigen gemacht. Die Münchner Forscher sehen Gesundheitsgefahren durch Stickstoffdioxid und Feinstaub auch schon in niedrigen Konzentrationen wie den derzeit gültigen Grenzwerten.

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