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Medizin und Jura : Fallen Staatsexamina wegen Corona aus?

Medizinstudentin in Kiel. Bild: dpa

Tausende Kandidaten für Medizinexamina hängen in der Luft. Sie lernen seit Wochen für das Staatsexamen – nun könnten die Prüfungen abgesagt werden. Helfen die angehenden Ärzte jetzt in den Krankenhäusern aus?

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          „Ich lerne jetzt seit November, täglich von 8.30 Uhr bis mindestens 17 Uhr, aber mein Examen werde ich vermutlich nicht ablegen können.“ Das berichtet ein Medizinstudent im zehnten Semester kurz vor dem eigentlich für April vorgesehenen Staatsexamen (M2). „Die meisten rechnen zwischen 120 und 130 Tagen Vorbereitung für das M2-Examen“, das alle klinischen Fächer umfasst. Die gängigen Lernprogramme sind auf etwa hundert Tage ausgelegt, allerdings müsse man dann auch pausenlos von morgens bis spätabends lernen.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Der junge Mann ist nicht allein. „Wir hängen völlig in der Luft, und wir fürchten, beide Hammerexamina im nächsten Frühjahr in dichter Folge ablegen zu müssen“, meint eine Medizinstudentin in derselben Lage. 4500 Examenskandidaten wühlen sich seit Monaten durch Unmengen von Stoff, der sich nicht über Monate lang behalten lässt. Ihr Ziel, das M2-Staatsexamen, werden sie indes wohl nicht erreichen.

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