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Globuli-Wahn : „Wir Ärzte haben zu wenig Zeit“

Jutta Hübner ist Professorin für Integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena. Bild: Privat

Die Medizin-Professorin Jutta Hübner versteht, warum viele Patienten mit der Schulmedizin hadern. Aus ihrer Sicht spricht vieles dafür, klassische Therapien zu ergänzen – nur bitte nicht mit Homöopathie.

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          Frau Hübner, wie erklären Sie die große Sympathie vieler Patienten für die Homöopathie?

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Patienten möchten als Menschen wahrgenommen werden. In der Schulmedizin geht es heute leider sehr ruppig zu. Der ökonomische Druck ist hoch, die Therapien sind hochkomplex. Wir Ärzte haben zu wenig Zeit, unsere Therapien zu erklären. Und dann ist es der Homöopathie geglückt, sich als ganzheitliche Form der Medizin darzustellen.

          Kaum jemand weiß ja, was Homöopathie genau bedeutet und dass, wenn homöopathische Arzneimittel angewandt werden, da gar keine Wirkstoffe mehr drin sein können.

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