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Kabarettist Maxi Schafroth : „Du meinst es nicht gut mit dem Scheuer, gell?!“

Der Kabarettist „Maxi“ Schafroth würde sich freuen, wenn sich die Gesellschaft mit seinen Kollegen solidarisch zeigen würde – und schon gekauften Karten behielte. Bild: Dominik Gierke

Maximilian Schafroth nimmt als Kabarettist gerne Politiker aufs Korn. Ein Gespräch über die Corona-Krise, einen Konflikt Shakespeare’schen Ausmaßes und den Überlebensmechanismus, in der Tragik die Komik zu erkennen.

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          Herr Schafroth, Sie sollten auf dem Nockherberg die Fastenpredigt halten. Auch die ist Corona zum Opfer gefallen. Wie geht es Ihnen damit?

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Bevor ich antworte, möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine Eltern zu grüßen. Sie lesen zwar nur die „Allgäuer Zeitung“, aber der Nachbar, der Sparkassen-Vorstand, der bringt die F.A.Z. Woche sicher rüber. Also: Liebe Mama, lieber Papa, ich hoffe, dass es euch gutgeht und dass ich euch bald wieder besuchen kann. Nun zum Nockherberg: Ich habe das gar nicht so richtig gecheckt im ersten Moment, dass der bis auf weiteres tatsächlich nicht stattfinden wird. Das stand immer so ein bisschen im Raum, aber ich habe das nicht an mich rangelassen. Wahrscheinlich aus Selbstschutz, denn ich habe mich ja vier Monate lang primär mit der Vorbereitung der Rede beschäftigt. Sie haben nach meinem Gemütszustand gefragt: Das ist so, wie wenn man den Berg hochradelt und dann springt einem kurz vor dem Gipfel die Kette runter.

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