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Materialprobleme : Die lange Mängelliste der Bundeswehr

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Ein Großteil der gepanzerten „Boxer“ der Bundeswehr ist derzeit offenbar nicht einsatzfähig. Bild: dpa

Die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr ist durch Materialprobleme offenbar deutlich eingeschränkt. Die Mängel an Fahrzeugen, Hubschraubern und Flugzeugen sind Berichten zufolge gravierender als bislang bekannt.

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          Mängel an Fahrzeugen, Hubschraubern und Flugzeugen schränken nach Medieninformationen die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr stärker ein als bisher bekannt. Die „Bild“-Zeitung, die „Passauer Neue Presse“ und die „Süddeutsche Zeitung“ beriefen sich bei ihren Berichten auf eine Liste der Bundeswehr.

          Die Angaben der Zeitungen unterscheiden sich im Detail. So stehen laut „Süddeutscher Zeitung“ beim Heer von 180 Transportfahrzeugen vom Typ „Boxer“ im sogenannten Buchbestand lediglich 70 für Ausbildung, Übungen oder Einsätze parat, während 110 instand gesetzt würden. Quelle ist eine Liste mit der Überschrift „Materielle Einsatzbereitschaft der Streitkräfte“, die Generalinspekteur Volker Wieker am Mittwoch den Verteidigungspolitikern des Bundestags vorgelegt hat. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte wegen der Vertraulichkeit des Dokuments dazu keine Stellung nehmen

          Laut „Bild“ sind nur 42 der 109 Eurofighter und 38 der 89 Tornados der Luftwaffe momentan für einen Einsatz verfügbar. Als „nicht versorgungsreif“ würden außerdem der Kampfhubschrauber Tiger und der Transporthubschrauber NH90 klassifiziert. Der Grünen-Abgeordnete Tobias Lindner sagte dem Blatt, die Lage sei „noch desolater als angenommen“.

          Wie die „Passauer Neue Presse“ (PNP) berichtete, können nur 24 der 43 aktuell verfügbaren Transall-Maschinen C-160 starten. Beim Transporthubschrauber CH-53 seien es nur 16 von 43. Bei der Marine ist demnach nicht nur ein großer Teil der Hubschrauber defekt: Drei der fünf Aufklärungsflugzeuge vom Typ P3-C Orion müssen laut „PNP“ wegen Mängeln am Boden bleiben. Auch eine der acht Fregatten sei nicht einsatzbereit, überdies könnten nur sechs der elf Minenabwehreinheiten der Marine genutzt werden.

          Am Montag war bekanntgeworden, dass die Marine derzeit nur noch maximal 5 ihrer 43 Hubschrauber einsetzen kann.

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