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Maskenpflicht : Ärztevertreter fordern Ende von Einschränkungen für Geimpfte

  • Aktualisiert am

Maskenpflicht vor dem Brandenburger Tor (Archivbild von April) Bild: dpa

Spätestens im September sei für jeden ein Impfangebot verfügbar, sagt Andreas Gassen. Dann sollten auch alle Corona-Maßnahmen wie etwa die Maskenpflicht wegfallen. Der Druck auf die STIKO wächst, auch Kinder zu impfen.

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          Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, fordert das Ende aller Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte. Der Bild-Zeitung sagte Gassen, spätestens im September werde für jeden Impf-Willigen ein Impfangebot verfügbar sein, dann müssten „eigentlich nahezu alle Corona-Maßnahmen weg“.

          Jeder könne dann immer noch individuell entscheiden, ob er oder sie weiter Maske tragen will, sagte Gassen. Pflicht solle es dann aber nicht mehr sein. Das Aufheben der Einschränkungen sei wichtig, um die Impfbereitschaft hochzuhalten. Laut Bundesgesundheitsministerium sind derzeit 37,9 Prozent der deutschen Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Mindestens eine Impfdosis erhalten haben 55,6 Prozent.

          Unterdessen hat SPD-Chefin Saskia Esken die Ständige Impfkommission (STIKO) aufgefordert, ihre Haltung zur Corona-Impfung von Jugendlichen zu überdenken. „Wir brauchen dringend einen Impfstoff für Kinder, und ich hoffe auch, dass die STIKO ihre eingeschränkte Impf-Empfehlung für Jugendliche bald überdenkt“, sagte sie der Zeitung Rheinische Post. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Wochenende gefordert: „Die STIKO sollte dringend überlegen, wann sie das Impfen von Jugendlichen empfiehlt.“ Das würde den Schutz für alle erhöhen und einer Generation, die auf viel verzichten musste, wieder Freiheiten zurückgeben.

          Die STIKO hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

          Die Sorge besteht darin, dass die ansteckendere Delta-Variante zu einer vierten Welle in Deutschland führt. Spanien erwartet aufgrund der Mutation bereits eine fünfte Corona-Welle. Auch in Deutschland nimmt der Anteil von Delta bei den Neuinfektionen zu.

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