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Kanzlerfrage : Lieber Schulz als Gabriel

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Wer ist der bessere Kanzlerkandidat? Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel mit dem EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz (rechts) beim Bundesparteitag der SPD im Dezember 2015 in Berlin Bild: dpa

Die Frage nach dem SPD-Kanzlerkandidaten ist noch nicht offiziell entschieden. Doch eine Forsa-Umfrage zeigt: Der EU-Parlamentspräsident ist beliebter als der Parteichef der Sozialdemokraten.

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          Er ist der heimliche Held der SPD: Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments. Mit ihm verbinden viele Parteimitglieder die Hoffnung, er könne die SPD von ihren niedrigen Umfragewerten erlösen. Das Ergebnis einer Umfrage des Forsa-Insituts scheint diese Hoffnung zu bestätigen.

          Im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL ermittelte das Meinungsforschungsinstitut die Kanzlerpräferenz. Und die zeigt einen klaren Vorsprung für Martin Schulz. Könnte der Regierungschef direkt gewählt werden, würden 29 Prozent der Befragten für den EU-Parlamentspräsidenten stimmen. Für Sigmar Gabriel sprachen sich dagegen nur 18 Prozent aus – obwohl er in der Öffentlichkeit präsenter ist als der Europapolitiker Schulz.

          Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte Schulz' Vorsprung damit, dass dieser als „unbeschriebenes Blatt“ gelte. „Er hätte die Chance, dieses Blatt positiv für die SPD zu beschriften, weil er Gruppen außerhalb der Partei anspricht und verlorene Wähler zurückholen könnte“, so Güllner.

          Die Umfrage-Ergebnisse der SPD-Kandidaten reichen allerdings nicht an den Zustimmungswert heran, den die Kanzlerin in der Umfrage erzielte: 46 Prozent würden sich für Angela Merkel entscheiden, wenn sie den Regierungschef direkt wählen könnten. Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz mit den Alternativen Merkel und Gabriel kommt die Kanzlerin auf einen ähnlichen Wert, nämlich auf 45 Prozent.

          46 Prozent der Befragten würden für die Kanzlerin stimmen, könnte der Regierungschef direkt gewählt, so das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage.

          Beim Wahltrend, den das Forsa-Insitut ebenfalls neu ermittelte, bleibt die Mehrzahl der Parteien stabil. Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und liegt bei 12 Prozent. Die Union konnte einen Prozentpunkt auf jetzt 34 Prozent hinzugewinnen.

          Die Werte für die anderen Parteien haben sich nicht geändert. Die SPD kommt auf 22 Prozent, die Grünen erreichen elf Prozent, die Linke kommt auf zehn Prozent und die FDP auf sechs Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen fünf Prozent. Der Anteil der Nichtwähler liegt weiterhin bei 28 Prozent.

          Das Forsa-Institut befragte vom 4. bis 7. Oktober 2016 im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL 2004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergestützte Zufallsstichprobe ermittelt wurden.

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