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SPD-Kanzlerkandidatur : Umfrage: Schulz hätte größere Chance als Gabriel

  • Aktualisiert am

Martin Schulz und Sigmar Gabriel Bild: dpa

Sollte Martin Schulz Kanzlerkandidat der SPD werden, wäre er nach Ansicht einer Mehrheit gefährlicher für Amtsinhaberin Angela Merkel als der SPD-Chef Sigmar Gabriel.

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          Der SPD-Politiker Martin Schulz hätte als Kanzlerkandidat laut einer aktuellen Umfrage eine größere Chance, sich gegen Amtsinhaberin Angela Merkel durchzusetzen, als der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung von TNS Emnid im Auftrag der Funke Mediengruppe hervor.

          Demnach glauben 42 Prozent, der scheidende Präsident des Europäischen Parlaments Schulz könnte sich bei der Bundestagswahl im September 2017 gegen die CDU-Vorsitzende Merkel durchsetzen. 35 Prozent halten den gegenwärtigen Vize-Kanzler Gabriel für aussichtsreicher. Noch deutlicher fällt das Ergebnis unter SPD-Anhängern aus: Hier sprachen sich 54 Prozent für Schulz als Kanzlerkandidaten aus und 41 Prozent für Gabriel.

          Anhänger der Grünen stimmten zu 73 Prozent für Schulz und nur zu 23 Prozent für Gabriel. Bei Anhängern der Linkspartei waren 70 Prozent für Schulz und 19 Prozent für Gabriel. Bei der Union halten 55 Prozent Schulz und 32 Prozent Gabriel für den stärkeren Merkel-Herausforderer. Nur bei der AfD sehen 40 Prozent den SPD-Vorsitzenden als aussichtsreicher und 30 Prozent Schulz. Für die Emnid-Erhebung wurden am Dienstag und Mittwoch 1008 Personen befragt.

          Schulz hatte am Morgen erklärt, aus dem EU-Parlament in die Bundespolitik wechseln zu wollen. Er kandidiert auf der Landesliste von Nordrhein-Westfalen für ein Bundestagsmandat. Welche Ämter er in Berlin anstrebt, ist nicht bekannt. Erwartet wird aber, dass er Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Außenminister nachfolgt. Steinmeier ist der gemeinsame Kandidat von SPD und Union für das Amt des Bundespräsidenten, der im Februar gewählt wird.

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