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Marode Infrastruktur : Der Bahn fehlen laut EVG 57 Milliarden Euro

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Die Infrastruktur ist der geplanten Verkehrswende nicht gewachsen. Bild: Frank Röth

Nach dem Bundesrechnungshof macht nun auch eine Gewerkschaft den Bund für die schlechte Infrastruktur der Bahn verantwortlich. Für die Verkehrswende sei ein noch viel höheres Budget notwendig.

          Bei der Deutschen Bahn hat sich aus Gewerkschaftssicht eine Investitionslücke bei der Infrastruktur von etwa 57 Milliarden Euro aufgebaut. „Die Politik hat seit Jahrzehnten der Bahn zu wenig Geld gegeben, um die Infrastruktur instand zu halten“, sagte der Vorsitzende der Eisenbahngewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, am Montag im Inforadio des Hessischen Rundfunks. Er sitzt auch als Arbeitnehmervertreter im Bahn-Aufsichtsrat.

          Kirchner betonte, dass die Politik mitverantwortlich für die Lage bei der Bahn sei. Sie habe die Rahmenbedingungen so geschaffen, dass das Unternehmen gar nicht besser werden konnte.

          Der Gewerkschaftschef ging davon aus, dass allein für den Bestand der Infrastruktur jährlich ein Plus von 2,5 Milliarden Euro nötig sei. Und dann brauche es noch Geld, für den Ausbau, um noch mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.

          Unlängst hatte auch der Bundesrechnungshof den Bund kritisiert und ihm schwere Versäumnisse bei der strukturellen Ausrichtung der Bahn vorgeworfen.

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