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Markus Söder : Der Kanzlermacher

Markus Söder Anfang Februar mit der bayerischen Digitalministerin Judith Gerlach (beide CSU) in München Bild: dpa

Markus Söder kann von Bayern aus eine Menge bewirken. Nie war der CSU-Politiker so mächtig wie derzeit. Warum sollte er da nach Berlin gehen?

  • -Aktualisiert am
          10 Min.

          Im Jahr 2020 passiert es Bayern-Berichterstattern häufiger, dass sie von Leuten, die noch vor einem Jahr bei der Erwähnung des Namens Markus Söder die Augen gerollt haben, auf einmal Sätze zu hören bekommen wie: „Also dieser Söder, alle Achtung, nicht so schlecht.“ Es sieht ganz so aus, als habe sich der Wind gedreht für den Mann, der seine Nase immer im Wind hat. In Umfragen steigen seine Beliebtheitswerte, selbst beim politischen Gegner kann man Gutes oder zumindest Verwunderung über die jüngere Entwicklung des bayerischen Ministerpräsidenten hören.

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Söder selbst verfolgt das sehr genau. Er fühlt sich geschmeichelt, wirklich überrascht ist er nicht. Stets wurde mit Argwohn verfolgt, was er macht: aus einem Amt, aus sich selbst. Das war so, als er bayerischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten war, Umwelt- und Gesundheitsminister, Finanzminister. Söder zog Kritik magisch an, meist, weil er sich der jeweiligen Rolle allzu sehr anverwandelte. Man denke nur an den Provokateur, den er als CSU-Generalsekretär gab. Und doch hat Söder in jedem Amt so geliefert, dass es nicht nur seiner Karriere zuträglich war, sondern auch der Partei und dem Freistaat. Die Sanierung der Bayerischen Landesbank ist da nur ein Beispiel unter vielen.

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