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Wegen Sicherheitsbedenken : Marine setzt Nutzung von Hubschrauber Sea Lynx aus

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Bei einer Vorführung seilt sich ein Soldat aus einem Sea Lynx Hubschrauber ab – vorerst bleiben die Maschinen aber auf dem Boden. Bild: dpa

Weil die Marine Störungen bis hin zum Triebwerksausfall befürchtet, bleiben die 22 Sea-Lynx-Hubschrauber vorerst am Boden. Erst Ende November hatte es Probleme mit einem anderen Typ gegeben.

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          Wegen Sicherheitsbedenken will die Marine ihre Hubschrauber vom Typ Sea Lynx vorerst nicht mehr benutzen. Es sei „eine Zunahme an metallischen Ablagerungen im Triebwerköl“ festgestellt worden, teilten die Seestreitkräfte mit. Ursache sei ein Triebwerksbauteil, „das nicht den Spezifikationen entspricht“ und damit höheren metallischen Abrieb erzeuge. „Im schlechtesten Fall könnte dies zum Ausfall eines Triebwerks im Flug führen.“

          Der Flugbetrieb mit den Hubschraubern werde daher vorerst ausgesetzt, erklärte die Marine weiter. Allerdings würden die 22 Hubschrauber derzeit ohnehin nicht für Einsatzflüge oder Rettungsaktionen verwendet, „sodass sich derzeit keine Auswirkungen auf den unmittelbaren Einsatzbetrieb ergeben“.

          Die Sicherheit der Soldaten habe „auch in der täglichen Nutzung von technischem Großgerät oberste Priorität“ betonte die Marine. „Die systembetreuende Industrie“ sei aufgefordert worden, das Risiko zu analysieren und „erforderliche Maßnahmen zur Mangelabstellung festzulegen“.

          Erst Ende November hatte die Bundeswehr mitgeteilt, ihre neuen Marine-Hubschrauber NH90 Sea Lion würden wegen Problemen mit dem Handbuch vorerst nicht genutzt. Der „Anfangsflugbetrieb“ mit den erst einen Monat zuvor ausgelieferten Maschinen werde nicht vor dem Jahreswechsel starten.

          Probleme gab es auch mit zwei neuen Transportflugzeugen des Typs Airbus A400M. Mitte November teilte die Bundeswehr mit, sie habe die Annahme wegen Mängeln an den Befestigungsmuttern der Propeller abgelehnt.

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