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Russische Bedrohung : „Die Situation in der Ostsee ist unter Kontrolle“

Ein Versorgungsschiff läuft Ende Februar aus dem Hafen Kiel zur Verstärkung der NATO-Nordflanke in die Ostsee aus. Bild: dpa

Der neue Inspekteur der Marine spricht im Interview über die russische Bedrohung in der Ostsee, die Einsatzbereitschaft seiner Schiffe – und die Frage, was Elternzeit für Seeleute bedeutet.

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          Herr Vizeadmiral Kaack, nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hat die Marine mehr als ein Dutzend Schiffe in die Ostsee entsandt. Auch andere Ostsee-Anrainer haben ihre Präsenz stark erhöht. Das war von einer gewissen symbolischen Kraft. Aber wohin und wozu wurden die Schiffe eigentlich entsandt?

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Zunächst einmal zur Lage: Die Situation in der Ostsee ist unter Kontrolle, und sie ist das auch, weil wir sehr schnell gezeigt haben, dass wir Kräfte in den Raum bringen können. Wir waren präsent und wachsam, das war ein klares Signal an Russland. Zudem konnten wir unsere westlichen Verbündeten in dem Gedanken bestärken: Einer für alle, und alle für einen. Wir haben uns dabei eng mit unseren NATO-Partnern abgesprochen, aber auch mit Finnland und Schweden. Wir haben Minenjagdboote in die Gegend vor Tallinn entsandt. Eine Flugabwehrfregatte, die „Sachsen“, wurde in der Mitte der Ostsee postiert. Sie kann sehr genau Flugbewegungen auch in großen Entfernungen orten. Zur Zeit haben wir einen multinationalen Minenabwehrverband dort im Manöver. Unser Ziel war es, in der Ostsee zu demonstrieren, dass wir da sind.

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