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Ministerpräsidentin : Schwesig tritt wegen Krebserkrankung von SPD-Vorsitz zurück

Wegen einer Krebserkrankung legt Manuela Schwesig ihr Amt als kommissarische SPD-Vorsitzende nieder. Bild: AP

Manuela Schwesig hat Brustkrebs und legt deswegen ihr Amt als kommissarische SPD-Chefin nieder. Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern will sie jedoch bleiben. Die Kanzlerin reagiert mit Betroffenheit.

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          Die kommissarische SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig legt ihr Amt an der SPD-Spitze nieder, weil bei ihr Brustkrebs diagnostiziert worden ist. Das hat sie am Dienstag zu Beginn der Kabinettssitzung in Schwerin gesagt. Sie will aber Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzende der Landespartei bleiben. „Die gute Nachricht ist: Dieser Krebs ist heilbar. Allerdings ist dafür eine medizinische Behandlung notwendig“, äußerte Schwesig laut einer Mitteilung der Staatskanzlei.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          „Dies wird dazu führen, dass ich in den kommenden Monaten nicht an allen Tagen öffentliche Termine wahrnehmen kann. Ich habe deshalb die Ministerinnen und Minister gebeten, mich an diesen Tagen zu vertreten.“ Auf einer Pressekonferenz am Mittag äußerte Schwesig, sie habe die Diagnose „vor einiger Zeit“ erhalten. Am Montag habe sie schließlich mit ihren Ärzten den Ablauf der Behandlung festgelegt.

          Die beiden verbleibenden kommissarischen Vorsitzenden Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel äußerten sich ebenfalls am Mittag in einer Pressekonferenz zu Schwesigs Erkrankung. „Es ist eine große Herausforderung, mit einer solchen Diagnose umzugehen“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Aber sie ist eine starke Frau. Sie darf zuversichtlich sein, dass sie diese schweren Monate auch schaffen wird.“ Schäfer-Gümbel und Dreyer erklärten, sie würden den kommissarischen Vorsitz nun ohne Schwesig weiterführen, bis die neuen Vorsitzenden gewählt worden seien.

          Schäfer-Gümbel sagte, er werde bei seinem Plan bleiben, zum 1. Oktober alle politischen Ämter niederzulegen und zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit zu wechseln. Dreyer wird in den verbleibenden acht Wochen die SPD alleine führen. „Wir haben den Grundstein in den letzten Wochen gelegt, dass das auch funktioniert“, sagte Schäfer-Gümbel.

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