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Witwe des Altkanzlers : Maike Kohl-Richter beginnt neues Verfahren gegen Ghostwriter

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Maike Kohl-Richter zieht abermals vor Gericht. Bild: EPA

Im Streit um die Memoiren Helmut Kohls verlangt die Witwe des Altkanzlers die Streichung weiterer Passagen aus dem Buch des Ghostwriters Heribert Schwan. Zudem fordert sie vom Verlag Auskunft über die mit dem Buch erzielten Gewinne.

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          Maike Kohl-Richter hat ein neues Gerichtsverfahren gegen das Buch „Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle“ angestrengt. Das Landgericht Köln werde darüber am 13. Februar verhandeln, sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag. Die Witwe des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl will demnach zusätzlich zu den bereits verbotenen Passagen aus dem Buch des ehemaligen Ghostwriters Kohls, Heribert Schwan, weitere Textstellen verbieten lassen. Außerdem möchte sie vom Verlag Random House wissen, welche Gewinne mit dem Buch erzielt worden sind. Anschließend könnte sie gegebenenfalls auf materiellen Schadensersatz klagen.

          Helmut Kohl hatte im Streit um seine Memoiren zu Lebzeiten eine Entschädigung von einer Million Euro erstritten. Da das Urteil nicht rechtskräftig war, wurde das Geld jedoch noch nicht ausgezahlt. Kohl verstarb im Juni 2017. Im vergangenen Mai urteilte das Oberlandesgericht Köln, dass die Witwe keinen Anspruch auf die Entschädigung habe. Es gehe darum, dem Geschädigten Genugtuung zu verschaffen, und das sei nur möglich, solange er noch lebe. In dem neuen Verfahren könnte es aber statt um immaterielle Genugtuung um materiellen Schadensersatz für die erzielten Gewinne gehen.

          In dem Buch waren nicht autorisierte Zitate von Kohl veröffentlicht worden. Das Oberlandesgericht hatte den Autoren Heribert Schwan und Tilman Jens eine „Fülle von Fehlzitaten und Kontextverfälschungen“ sowie „Verletzungen der journalistischen Sorgfaltspflicht“ vorgeworfen.

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