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Außenminister in Sorge : Maas: Ausschreitungen in Chemnitz schaden dem Ansehen Deutschlands

  • Aktualisiert am

Außenminister Heiko Maas (hier am Mittwoch im Bundestag) sieht wegen der Ausschreitungen in Chemnitz das Image Deutschlands in Gefahr. Bild: dpa

Die Ausschreitungen in Chemnitz bleiben auch im Ausland nicht ohne Folgen. Außenminister Heiko Maas macht sich deshalb Sorgen – und sieht dennoch auch Positives.

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          Die fremdenfeindlichen Ausschreitungen im sächsischen Chemnitz haben nach Einschätzung von Außenminister Heiko Maas dem Ansehen Deutschlands in der Welt geschadet. „Im Ausland wird aber auch anerkannt, dass sich mittlerweile die vielen aufrechten Demokraten in Deutschland zu Wort gemeldet haben“, sagte der SPD-Politiker in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

          Es sei enorm wichtig gewesen, dass so viele Menschen auf die Straße gegangen seien und sich klar gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit positioniert hätten. „Die Reaktion ist mindestens genauso aufmerksam wahrgenommen worden, wie das, was die rechten Demonstranten in Chemnitz veranstaltet haben.“

          Aber das Thema gehe weit über eine Imagefrage hinaus, betonte Maas. „Rechtsextremismus rüttelt an den Grundwerten unserer freiheitlichen Demokratie und gefährdet gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte er. „Eine Polarisierung der Gesellschaft in Deutschland müssen wir verhindern.“

          In Chemnitz war am 26. August ein 35 Jahre alter Deutscher erstochen worden. Tatverdächtig sind drei Männer, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen waren. Nach der Tat gab es fremdenfeindliche Ausschreitungen, bei denen es auch zu Gewalt von Rechtsextremisten kam.

          Diese Ausschreitungen wurden unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Regierungssprecher Steffen Seibert als „Hetzjagden“ bezeichnet. Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen widersprach dieser Einschätzung später in einem „Bild“-Interview.

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