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Jahresende-Lockdown : Was die Bundesländer für Weihnachten planen

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Ein leuchtender Weihnachtsbaum vor der Kuppel des Reichstagsgebäudes Bild: dpa

Eigentlich waren für die Weihnachtstage Lockerungen geplant. Doch jetzt kommt alles anders. Einkaufstrubel wird es wohl nicht mehr geben, dafür immer mehr Einschränkungen. Manche Länder beginnen damit schon am Samstag. Eine Übersicht.

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          Angesichts fast ungebremst steigender Corona-Zahlen verdichten sich die Anzeichen für einen baldigen Lockdown – zumindest in Teilen Deutschlands. Gemeinsam mit Ländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und anderen trat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag vehement für ein möglichst schnelles Herunterfahren des öffentlichen Lebens noch vor Weihnachten ein. „Wir spüren, es läuft uns davon, es zerrinnt uns zwischen den Fingern“, mahnte Söder am Freitag bei der Vorstellung eines neuen Impfzentrums in Nürnberg. „Wir können nicht erst nach Weihnachten anfangen“, sagte Söder. „Warum warten, wenn wir wissen, dass es notwendig ist?“

          Söders rhetorisch anmutende Frage hat die Regierung in Baden-Württemberg schon aufgegriffen. Bei den Nachbarn Bayerns gelten bereits vom kommenden Samstag an neue Maßnahmen, konkret eine Ausgangsbeschränkung. Für Ausnahmen müsse man „triftige Gründe“ haben wie die Arbeit oder einen Arztbesuch, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Tagsüber dürften sich bis zu fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten treffen. Nachts ist auch das untersagt. Geöffnet bleiben sollen bis auf weiteres Schulen, Kitas, Hochschulen und Einzelhandel; ein weitreichender Lockdown ist erst nach Weihnachten geplant.

          Wie sieht es in den anderen Ländern aus?

          Auch in Schleswig-Holstein sollen statt zehn nur noch fünf Personen aus maximal zwei Hausständen zusammenkommen dürfen – auch an Weihnachten. Ausgenommen sei nur die engste Familie, hieß es. Übernachtungsbesuche von Verwandten in Hotels sollen zudem nun doch untersagt werden. Zudem sollen voraussichtlich schon in der kommenden Woche nur noch Lebensmittelgeschäfte und Geschäfte des täglichen Bedarfs geöffnet werden dürfen. Für Schüler ab der achten Klasse soll es keinen Präsenzunterricht mehr geben. Eine Entscheidung über die weitreichenderen Maßnahmen ist aber noch nicht gefallen. Schon von diesem Samstag an ist landesweit jedoch das Ausschenken und Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten.

          Und auch Söder blieb zu Hause nicht tatenlos. Bayern verhängte ein Alkoholverbot für den gesamten öffentlichen Raum. Seit Tagen gelten in Bayern bereits Ausgangsbeschränkungen, vor allem in den Abend- und Nachtstunden zwischen 21 Uhr und 5 Uhr, besonders dort, wo die Zahl der Infektionen sehr hoch ist. Im besonders betroffenen ostbayerischen Landkreis Regen, wo die Sieben-Tagen-Inzidenz bei fast 600 liegt, sollen Geschäfte und Kitas geschlossen werden. Ob das schon am Samstag eintreten wird oder erst am Montag, sollte am Freitagabend kurzfristig geklärt werden.

          In Nordrhein-Westfalen endet die Präsenzpflicht für Schüler am Montag vorerst, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mitteilte. Ab Klasse acht wird auf Distanz unterrichtet, Schüler der unteren Stufen sollen von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. Die Schulferien werden um zwei Tage verlängert. Die Schulen bleiben bis zum 18. Dezember geöffnet. Die Ferien enden am 11. Januar.

          In Sachsen gelten die mit Abstand schärfsten Maßnahmen. Das östliche Bundesland geht von Montag an in einen vierwöchigen Lockdown und fährt das öffentliche Leben herunter. Schulen, Kitas und Horte bleiben demnach zu, ebenso zahlreiche Geschäfte im Einzelhandel. Zum Einkaufen, für Sport und Bewegung gilt vielmehr ein Umkreis von 15 Kilometern rund um das eigene Wohnumfeld. Die vom Parlament beschlossene Verordnung gilt bis zum 10. Januar. Zu den Verschärfungen gehört weiterhin eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Die Maskenpflicht wird ausgeweitet, in der Öffentlichkeit gilt ein Alkoholverbot. Die Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) kündigte verstärkte Kontrollen an.

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