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Amthors Lobbyarbeit : Im vollen Lauf stolpern

  • -Aktualisiert am

Sitzt seit der zurückliegenden Wahl im Bundestag: Philipp Amthor Bild: dpa

Philipp Amthor ist ein Jungstar der CDU. Jetzt hat er mit Ungemach zu kämpfen. Wie viel Schuld trägt er selbst daran?

          2 Min.

          Philipp Amthor sitzt seit der zurückliegenden Wahl im Bundestag. Er ist 27 Jahre alt und von den jüngsten Abgeordneten im Hohen Haus derjenige, der es geschafft hat, innerhalb kurzer Zeit bei allen bekannt zu sein. Jetzt steht er vor einer neuen Stufe seiner unglaublichen politischen Karriere, er kann Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern werden. Der bisherige Vorsitzende Vincent Kokert hatte sich vor einiger Zeit zurückgezogen. Ihm fehlte, was Amthor hat: der unbedingte Wille, Politik zu machen. Amthor sah die Gelegenheit.

          Er lebt Politik, er tut es aus einer konservativen Überzeugung heraus. Er hat einen sicheren Wahlkreis im Vorpommerschen und kümmert sich intensiv um alle Belange, die Wähler sind zufrieden. Nun passiert ihm, was es schon oft gegeben hat: Ausgerechnet in dem Augenblick, da er nach dem Parteivorsitz greift, wird eine Lobbytätigkeit bekannt. Das heißt: Bekannt war sie schon, er hat sie beim Bundestag als Nebentätigkeit angegeben. Aber der Umfang überrascht dann doch. Die Firma, um die es geht, sitzt in Amerika, wurde von Deutschen gegründet und bietet Softwarelösung für Künstliche Intelligenz an. Ein typisches Start-up-Unternehmen, offenbar mit großem Potential. Immerhin muss es eine so interessante Sache sein, dass dort auch andere bekannte Leute aktiv sein sollen, der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen und der frühere BND-Chef August Hanning.

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