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Linksextremisten : Berliner Gewaltbühne

Berlins Innensenator Henkel möchte mit Extremisten nicht verhandeln. Auf Konfrontation mit der Gewaltszene sollte er aber verzichten. Denn die wartet schon lange auf ihren großen Auftritt.

          Von der aggressivsten Demonstration der vergangenen fünf Jahre spricht die Polizei. 3500 Demonstranten, 123 verletzte Beamte, unzählige Sachbeschädigungen. Mit gutem Grund bezeichnete Berlins Innensenator Henkel (CDU) die Ausschreitungen vom Wochenende als „linke Gewaltorgie“ und verwies Vorschläge ins Reich der Phantasie, der Staat solle mit den Extremisten verhandeln.

          Die Grundsätze des friedlichen Zusammenlebens sind nicht verhandelbar. Dennoch sollte Henkel der Verführung widerstehen, im Wahlkampf auf Konfrontation mit der gewaltbereiten Szene zu setzen. Denn die wartet schon lange auf eine Bühne, um ihr altes Spiel mit den Feindbildern wiederaufführen zu können.

          Längst haben Gewaltphantasien auch in den linksalternativen Vierteln Berlins ihre Anziehungskraft verloren. Ihre einst angestammte Bühne, Kreuzberg am 1. Mai, wurde den Autonomen weder durch Konfrontation noch auf dem Verhandlungsweg genommen: Es waren die Bürger von Kreuzberg, die sich ihre Straßen zurückholten und ein Zeichen setzten, dass Zerstörungswut nichts mit Politik zu tun hat.

          Alexander Haneke

          Redakteur in der Politik.

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