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Linksextremismus in Bremen : Anschläge an der Schwelle zu einem neuen Terrorismus?

Anschlag zum Jahreswechsel: Feuerwehrwagen vor dem Gebäude des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB Bild: Picture Alliance

Nach dem Anschlag auf das Raumfahrtunternehmen OHB verstärken die Bremer Behörden die Ermittlungen gegen Linksextreme. Ein Punkt gibt besonders zu denken.

          3 Min.

          Das neue Jahr 2022 war in Bremen gerade einmal vier Minuten alt, als dort der erste po­litisch motivierte Anschlag verübt wurde. Bisher unbekannte Täter durchtrennten zunächst den Zaun zum Gelände des Raumfahrtunternehmens „Or­bitale Hochtechnologie Bremen“ (OHB) unweit der Universität, „entglasten“ ein paar Fenster und verursachten dann mit mehreren Brandsätzen Feuer in einem Gebäude. Der Bremer Polizei­präsident Dirk Fasse unterrichtete am Mittwochnachmittag die Bremer Innendeputation über den Fall.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Neu dabei war, dass der Schaden durch das Feuer von OHB inzwischen auf mehr als eine Million Eu­ro beziffert wird. Auch Menschenleben seien gefährdet gewesen: Der Si­cherheitsdienst des Unternehmens ha­be sich zum Tatzeitpunkt in unmittelbarer Nähe befunden, sagte Fasse. Und da nicht alle Brandsätze sofort gezündet hätten, habe die Gefahr bestanden, dass sie erst zünden, sobald eine Person nä­herge­kommen ist. Fasse geht von einem „durchdachten und sehr geplanten Vorgehen“ der Täter aus, denn die Minuten nach dem Jahreswechsel seien „sicherlich eine Zeit, in der es trotz Knall- und Böllerverbot eine ab­lenkende Geräuschkulisse“ gegeben habe.

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