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Sahra Wagenknecht : „Ich hatte ein Burn-Out“

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Sahra Wagenknecht scheidet im Herbst als Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag aus. Bild: dpa

So offen hat die Fraktionschefin der Linken bislang nicht über die Gründe für ihren Rückzug aus der Parteiführung gesprochen. Sie führe jetzt schon ein anderes Leben. Dabei nennt sie eine unbezahlbare Quelle für neue Kraft und Energie.

          Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat sich so deutlich wie nie über die Gründe ihres Abschieds aus der ersten Reihe der Politik geäußert. Der Zeitschrift „Super Illu“ sagte Wagenknecht: „Ja, ich hatte ein Burn-out.“ Sie sei zwei Monate lang krankgeschrieben gewesen. „Der Arzt hat unmissverständlich zu mir gesagt: ,Sie können so nicht weitermachen!‘“

          Wagenknecht war am Dienstag 50 Jahre alt geworden. Sie hatte im Frühjahr angekündigt, sich von der Spitze der Fraktion zurückzuziehen und dafür gesundheitliche Gründe angegeben. Bei der Neuwahl der Fraktionsspitze im Herbst tritt Wagenknecht nicht mehr an. Bis dahin bleibt sie Co-Vorsitzende neben Dietmar Bartsch.

          Der Zukunft blicke sie entspannt entgegen: „Ich führe schon jetzt ein anderes Leben. Die dauernden Attacken und Reibereien haben weitgehend aufgehört.“ Sie habe wieder viel mehr Energie und sei selten so glücklich gewesen wie heute. Dazu trage vor allem die Liebe zu Ehemann Oskar Lafontaine bei: „Ich lebe in einer wunderbaren Beziehung, die mir sehr viel Halt und Kraft gibt, das kann man sich für kein Geld der Welt kaufen“, sagte Wagenknecht.

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