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Limburger Bischof : Tebartz-van Elst weist Alleinschuld zurück

  • Aktualisiert am

Franz-Peter Tebartz-van Elst Bild: dpa

Franz-Peter Tebartz-van Elst sieht sich von den falschen Leuten beraten. In einem Interview behauptet der Limburger Bischof, er habe die kritisierten Entscheidungen auf dem Domberg fast alle kollegial getroffen.

          Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat eine Alleinschuld an den horrenden Baukosten für seinen Bischofssitz zurückgewiesen. In der Vergangenheit sei er „vielleicht zu oft“ von den falschen Leuten beraten worden, sagte der Bischof in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit der November-Ausgabe des „Vatican-Magazins“.

          Er habe die kritisierten Entscheidungen im Rahmen des Bauprojekts auf dem Limburger Domberg fast alle kollegial getroffen, auch wenn am Schluss - wie üblich - nur die Unterschrift des Bischofs unter den Dokumenten stehe.

          Papst Franziskus hat den umstrittenen Limburger Bischof vorläufig von seinen Aufgaben als Bischof entbunden. Bis die Vorwürfe geklärt sind, soll er eine Auszeit außerhalb seines Bistums nehmen. Tebartz-van Elst steht wegen der Kostenexplosion beim Bau des mindestens 31 Millionen Euro teuren Diözesanen Zentrums in Limburg in der Kritik.

          Gegen den Oberhirten hat die Staatsanwaltschaft Hamburg zudem Strafbefehl wegen falscher eidesstattlicher Erklärungen beantragt. Neben Verschwendungssucht halten die Gläubigen in seinem Bistum dem Bischof zudem einen autoritären Führungsstil vor.

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