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Bistum Limburg : Tebartz-van Elst bleibt noch etwas auf dem Domberg

Bild: dpa

Den Sommer kann der zurückgetretene Bischof Tebartz-van Elst noch in seiner komfortablen Dienstwohnung in Limburg genießen. Im Frühherbst will er in eine Mietwohnung in Regensburg umziehen.

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          Der emeritierte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird noch bis September in seiner Wohnung innerhalb des Diözesanen Zentrums St. Nikolaus auf dem Limburger Domberg bleiben. In einer Mitteilung der Geschwister des Bischofs, die am Dienstag auf der Webseite des Bistums Regensburg erschien, heißt es, die Familie habe sich entschlossen, zu diesem Zeitpunkt gemeinsam in Regensburg eine Wohnung anzumieten. In dieser könne Tebartz-van Elst „bis zur Übernahme einer neuen Aufgabe bleiben“. Bischof Rudolf Voderholzer habe ihm „mitbrüderliche Aufnahme und Gastfreundschaft in seiner Diözese zugesichert“.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Die von Papst Franziskus eingesetzte Limburger  Bistumsleitung begrüßte die Ankündigung. „Der Bischof will auch für sich persönlich einen Neuanfang“, sagte Pfarrer Wolfgang Rösch, der Ständige Vertreter des Apostolischen Administrators im Bistum Limburg. „Wir sind mit ihm erleichtert, dass er hier selbst eine gute Lösung gefunden hat und wünschen ihm von Herzen alles Gute für seine Zukunft.“

          Im März hatte Papst Franziskus den Amtsverzicht des 54 Jahre alten Bischofs Tebartz-van Elst angenommen. Dieser hatte das Bistum im Oktober unter dem Eindruck von Vorwürfen verlassen, das Diözesane Zentrum gegen jedes Recht errichtet und die Öffentlichkeit über die Baukosten mehrfach belogen zu haben. Eine Prüfungskommission, die im Auftrag des Vatikan das Finanzgebaren des Bischofs und seines Generalvikars Franz Kaspar untersuchen sollte, bestätigte die Vorwürfe in vollem Umfang. Der Abschlussbericht der Kommission, die Baukosten in Höhe von 32 Millionen Euro ermittelte, wurde am Tag von Tebartz` Rücktritt veröffentlicht und ist auf der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz weiterhin einsehbar.

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