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Nachfolge von Tebartz van Elst : Georg Bätzing wird Limburger Bischof

Georg Bätzing ist zur Zeit Generalvikar in Trier. Bild: dpa

Nach mehr als zwei Jahren hat das Bistum Limburg einen Nachfolger für den umstrittenen Tebartz van Elst gewählt. Die Amtseinführung soll im September erfolgen.

          Fast drei Jahre nach der Flucht des Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst nach Rom bekommt das Bistum Limburg in diesem Herbst einen Nachfolger. Am Freitag Mittag wurde in Limburg und im Vatikan bekanntgegeben, dass die Wahl des Limburger Domkapitels auf den Trierer Generalvikar Georg Bätzing gefallen sei und Papst Franziskus diese Wahl bestätigt habe.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Bätzing Jahrgang 1961, stammt aus Kirchen an der Sieg, einer Exklave des Bistums am westlichen Rand des Siegerlandes. Nach Theologiestudium, Promotion und Kaplansjahren wurde er 1996 vom damaligen Trierer Bischof Hermann-Josef Spital zum Leiter der Priesterausbildung im Bistum Trier („Regens“) ernannt. 2007 beauftragte ihn Spitals Nachfolger Reinhard Marx mit der Vorbereitung der Heilig-Rock-Wallfahrt des Jahres 2012. Nach deren Abschluss ernannte ihn Bischof Stefan Ackermann zu seinem Generalvikar.

          Das Amt des Bischofs von Limburg ist seit mehr zwei Jahren vakant. Bischof Tebartz-van Elst hatte Limburg im Oktober 2013 unter dem Eindruck massiver Vorwürfe gegen seine Amtsführung verlassen. Ein kirchlicher Untersuchungsbericht kam später zu dem Ergebnis, Tebartz habe bei der Finanzierung seines neuen, mehr als 30 Millionen Euro teuren Bischofshauses zahlreiche Vorschriften des Kirchenrechts verletzt. Papst Franziskus nahm den Amtsverzicht des Bischofs im März 2014 an. Inzwischen lebt Tebartz in Rom und gehört mit dem Titel „Delegat“ dem Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung an. Die Amtseinführung von Bischof Georg Bätzing ist für September vorgesehen.

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